«Rote Kobolde»

24. April 2019 09:13; Akt: 24.04.2019 09:29 Print

Fotograf hält unheimliches Wetter-​​Phänomen fest

Nein, das ist kein Feuerwerk. Bei den Lichtblitzen handelt es sich um «rote Kobolde». Sie am Himmel zu finden, ist ziemlich selten – sie zu fotografieren ist noch schwerer.

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Das allererste Farbfoto eines «roten Kobold» über einer Gewitterwolke. Aufgenommen aus einem Flugzeug in 12,9 Kilometern Höhe am 3. Juli 1994 über den USA. (Quelle: picturedesk.com)

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Feuerwerk? Fabelwesen? UFOs? Aliens? Was Sie hier sehen ist nichts dergleichen. Aber alleine, dass Sie es sehen können, ist schon etwas ganze besonders. Denn bei den unheimlichen Lichtern handelt es sich um sogenannte «rote Kobolde» (auch «Sprites» genannt).

Einem Fotografen aus den USA ist es nun gelungen, das seltene Wetterphänomen festzuhalten. Paul Smith konnte gleich mehrere Aufnahmen anfertigen. Die «roten Kobolde» sehen zwar relativ klein aus, können aber aus einer Wolkendecke heraus bis in eine Höhe von über 100 Kilometern nach oben ausschlagen. Meist ähneln sie einer schmalen Stichflamme, manchmal auch einem Atompilz.

Da die Erscheinungen selten vom Boden aus zu sehen sind, stammen die ersten gesicherten Aufzeichnungen darüber aus der Zeit nach Beginn der Luftfahrt. Erst relativ spät, ab 1989, machten Wissenschaftler mit Flugzeugen gezielt Jagd auf die «roten Kobolde».

Wie die rötlichen Entladungen genau entstehen, ist deshalb noch immer nicht genau erforscht. Die derzeit gängigste Theorie besagt, dass sich über der Wolkendecke besonders heftiger Gewitter ein starkes Spannungsfeld aufbaut, das sich von selbst entlädt.

Grafik zur Entstehung von "Elfen" und "roten Kobolden" ("Sprites") (Quelle: NOAA, gemeinfrei)

Die «roten Kobolde» treten übrigens oft mit einer anderen Erscheinung gemeinsam auf. Auch sie ist nach einem Fabelwesen benannt. Bei den sogenannten "Elfen" (siehe Grafik oben) handelt es sich um ringförmige Lichtblitze, die sich in einem Radius von bis zu 500 Kilometern innerhalb eines Sekundenbruchteils ausbreiten.

Weitere Fotos der «roten Kobolde» von Paul Smith:

(L'essentiel/rcp)

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