Schwere Symptome

27. September 2021 14:42; Akt: 27.09.2021 14:42 Print

Frau steckt sich bei Katze mit Lungenpest an

Bei einer Frau aus den USA wurde Lungenpest diagnostiziert, eine seltene, aber gefährliche Krankheit. Die wahrscheinliche Überträgerin wohnt mit ihr unter einem Dach.

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Viele halten die Pest für ausgerottet und denken bei ihr ans Mittelalter. Damals löschte die Seuche rund ein Drittel der Bevölkerung Europas aus und brachte knapp 30 Millionen Menschen den Tod. Auch heute infizieren sich immer wieder Menschen mit dem Erreger, dem Bakterium Yersinia pestis. In den letzten Jahren wurden Fälle aus den USA, Madagaskar und der Mongolei bekannt.

Im Jahr 2021 traf es nun eine Frau aus Fremont County (US-Bundesstaat Wyoming), südlich des Yellowstone Nationalparks. Bei ihr wurde ein «seltener, aber ernster» Fall von Pest festgestellt, teilt das Gesundheitsministerium von Wyoming mit. Sie scheint sich durch den Kontakt mit ihren kranken Hauskatzen infiziert zu haben, heißt es in der Erklärung.

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sind Katzen sehr anfällig für die Pest und eine bekannte Quelle für Infektionen bei Menschen. Katzen mit Lungenpest «können aufgrund der möglichen Aerosolisierung von Bakterien ein erhebliches Pestrisiko für Besitzer, Tierärzte und andere Personen darstellen, die mit diesen Tieren umgehen oder in engen Kontakt mit ihnen kommen.»

Von Mensch zu Mensch übertragbar

Lungenpest gilt als die gefährlichste der vier bekannten Pesterkrankungen und ist die einzige, die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die Erreger können durch Tröpfchen beim Sprechen ausgestoßen und so von anderen Personen eingeatmet werden. Die Bedingungen dafür sind glücklicherweise sehr speziell. Weil das Bakterium nur sehr kurz an der Luft überlebt, beträgt der kritische Abstand zum Gesicht eines Lungenpestkranken weniger als 30 Zentimeter, berichtet Heute.at.

Menschen können auch durch andere Formen der Pest, einschließlich der Beulenpest, an Lungenpest erkranken, wenn sie nicht sofort behandelt werden.

Antibiotika helfen

Die Pest kann mit Antibiotika behandelt werden, aber eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um schwerwiegende Komplikationen, einschließlich des Todes, zu vermeiden. Vor der Einführung von Antibiotika lag die Sterblichkeitsrate bei der Pest in den USA bei 66 Prozent, heute liegt sie nach Angaben der CDC bei etwa elf Prozent.

Die Gesundheitsbehörde von Wyoming gab keine weiteren Einzelheiten über die Patientin oder ihren derzeitigen Zustand bekannt. Ein Beamter des Gesundheitsamtes sagte laut Livescience.com, dass die Frau derzeit unter schweren Symptomen leide. Die Beamten benachrichtigen Personen, die mit der Patientin in Kontakt gekommen sind, damit sie nach der Exposition Antibiotika erhalten können, um eine Erkrankung zu verhindern, heißt es in der Erklärung.

(L'essentiel/Fee Anabelle Riebeling)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JOHNNY am 28.09.2021 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Katzen elo alleguer Noutschluechten? Bei de Schwäin an de Pelzdéieren gett dat jo och direkt gemach

Die neusten Leser-Kommentare

  • JOHNNY am 28.09.2021 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Katzen elo alleguer Noutschluechten? Bei de Schwäin an de Pelzdéieren gett dat jo och direkt gemach