Ehemann verurteilt

18. Juli 2019 10:05; Akt: 18.07.2019 19:01 Print

Frau stirbt an Darmabriss nach 48 Stunden Sex

Wegen der fahrlässigen Tötung seiner Ehefrau stand am Mittwoch ein Mann in Deutschland vor Gericht. Die Frau starb nach der Verwendung eines Sexspielzeugs.

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Vor einem Jahr ist eine 49-jährige Deutsche bei brutalen Sexspielen mit ihrem Ehemann ums Leben gekommen. Nun wurde dieser wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Das Paar hatte erst kurz vor dem Tod der Frau geheiratet. Während der Flitterwochen verabredeten sich die beiden zu 48 Stunden Sex. Der Mann, ein 52-jähriger Personalvermittler, teilte mit seiner Frau die Leidenschaft des Sadomasochismus.

Seit 30 Jahren SM-Praktiken

Laut Bild setzten die beiden auch Sexspielzeug ein, unter anderem wohl ein sogenanntes Nervenrad. Untersuchungen der Rechtsmediziner kamen zu dem Ergebnis, dass der 49-Jährigen ein Gegenstand eingeführt wurde. Beim Herausziehen sei es zu einem Darmabriss gekommen.

Als der Mann die Rettungskräfte nach vier Tagen alarmierte, war es bereits zu spät. Die Frau starb an schweren inneren Verletzungen. Der 52-Jährige, der laut eigenen Angaben schon seit 30 Jahren SM praktiziert, wurde wegen Mordes durch Unterlassung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft forderte dreieinhalb Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

«Man hätte sie retten können»

Der Richter des Krefelder Landgerichts hielt dem Mann jedoch zugute, dass seine Frau wohl selbst nicht ins Krankenhaus wollte. Freigesprochen wurde der 52-Jährige allerdings nicht. Er wurde zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Der Vorsitzende Richter glaubte an einen Unfall: «Wäre die Frau direkt ins Krankenhaus gekommen, hätte man sie retten können.» Weiter sagte er: «Wir gehen von einvernehmlichem Sex aus. Es ist anzunehmen, dass der Angeklagte solche gefährlichen Sex-Praktiken nicht wiederholt.»

(L'essentiel/fss)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WhaleWhisperer am 18.07.2019 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Frau bei der Benutzung dieses Sexspielzeugs tödliche Darmverletzungen erlitt, dann wäre die logische Schlussfolgerung dass das Gerät zur Gefahr für seine Benutzerinnen werden kann, und ein Verkaufsverbot verhängt werden müsste. Es ist schon bedenklich, dass das Ding laut Foto aus hartem Material (Metall) besteht und im Zustand sexueller Erregung (was auch nicht unbedingt zu vorsichtigen Bewegungsabläufen beiträgt) in einer anatomisch empfindlicher Körperöffnung der Frau eingeführt, hin und her bewegt und schliesslich wieder herausgenommen wird.

  • Sado am 19.07.2019 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Bei Darmabriss wartet man keine 4 Tage bis man den Rettungsdienst ruft auch wenn die Frau es nicht will! Den Schlamassel hat er jetzt und muss damit leben! War es das wert?

  • Le Belge am 19.07.2019 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Le monde est peuplé de taré, avant on ne le savait pas, mais grâce à cette merveille parmi les merveilles d'internet, on sait même ce qui se passe dans les intestin d'une bonne femme...Quelle débilité.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sado am 19.07.2019 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Bei Darmabriss wartet man keine 4 Tage bis man den Rettungsdienst ruft auch wenn die Frau es nicht will! Den Schlamassel hat er jetzt und muss damit leben! War es das wert?

  • Le Belge am 19.07.2019 07:51 Report Diesen Beitrag melden

    Le monde est peuplé de taré, avant on ne le savait pas, mais grâce à cette merveille parmi les merveilles d'internet, on sait même ce qui se passe dans les intestin d'une bonne femme...Quelle débilité.

  • WhaleWhisperer am 18.07.2019 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Frau bei der Benutzung dieses Sexspielzeugs tödliche Darmverletzungen erlitt, dann wäre die logische Schlussfolgerung dass das Gerät zur Gefahr für seine Benutzerinnen werden kann, und ein Verkaufsverbot verhängt werden müsste. Es ist schon bedenklich, dass das Ding laut Foto aus hartem Material (Metall) besteht und im Zustand sexueller Erregung (was auch nicht unbedingt zu vorsichtigen Bewegungsabläufen beiträgt) in einer anatomisch empfindlicher Körperöffnung der Frau eingeführt, hin und her bewegt und schliesslich wieder herausgenommen wird.

  • Faut Pas Etre Susceptible am 18.07.2019 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Wo leben wir denn hier ? Das Paar hatte ganz klar einvernehmlichem Sex und bei SM kann schon so einiges schief laufen. Ich würde auch anfangs denken, Schmerzen oder Blutverlust würden nach ein paar Tagen aufhören und wieder heilen... das nenne ich aber nicht fahrlässige Tötung... der Mann trautert ja eh schon seine Frau wegen seiner Sexpräferenzen, war das denn nicht genug Strafe? Wer hat denn Mann auch angeklagt? Das wird natürlich nicht gesagt... Seine Frau war warcheinlich damit einverstanden aber man redet nicht von Selbstmord... Es sollte also keine Straftat sein! Ich bedauere den Mann..

    • Rosalie am 18.07.2019 17:07 Report Diesen Beitrag melden

      Schreif e Breif

    • David Potato am 19.07.2019 07:12 Report Diesen Beitrag melden

      Pardon, me wei konnt et hei zu enger Verurteilung kommen? Dobaussen laafen Vergewaltiger rem, dei weineger lang an den Prison mussen. Hei hat een Mann mat senger Frah Sex an dobei ass en Onfall geschitt. Wann Frah net ant Klinik wollt (waat jo hei offensichtlech net unbezweifelt get, an och plausibel ass), dann konnt den Mann neicht fier seng Frah machen. Wat fier verreckt Sexpraktiken Leid einvernehmlech mat en een machwn, sollt net Aufgab vun der Justiz sin ze verfolgen.

    • Faut Pas Etre Susceptible am 19.07.2019 09:13 Report Diesen Beitrag melden

      ma de Kommentar ass awwer sinnvoll

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