Unfall in Grossbritannien

07. Oktober 2019 22:50; Akt: 07.10.2019 22:54 Print

Frau von Diplomat fährt falsch – Mann (19) stirbt

Bei einem tragischen Unglück kam Ende August ein 19-jähriger Motorradfahrer ums Leben. Er kollidierte mit dem Auto einer falsch fahrenden Frau eines Diplomaten.

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Harry Dunn wurde nur 19 Jahre alt, er starb weil eine US-Diplomatengattin falsch fuhr. (Bild: 20 Minuten)

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Eine 42-jährige Frau eines US-Diplomaten nutzte ihre Immunität, um nach einem Unfall mit Todesfolge aus Großbritannien zu fliehen. Der 19-jährige Harry Dunn kam am 27. August ums Leben. Er krachte mit seinem Motorrad in das Auto der Amerikanerin.

Die Polizei geht davon aus, dass die 42-Jährige mit ihrem Fahrzeug auf der falschen Spur unterwegs war und somit für den tödlichen Crash verantwortlich war. Die US-Botschaft bestätigte gegenüber Sky News, dass die Frau Großbritannien verlassen habe.

«Wir können nicht trauern»

Der Vater des Verstorbenen, Tim Dunn sagt: «Es ist schrecklich. Es heißt im Grunde, dass man tun kann was man will, das ist falsch.» Die Familie hat eine Crowd-Funding-Kampagne gestartet um für Gerechtigkeit zu kämpfen. «Wenn wir keine Gerechtigkeit bekommen, werden wir versuchen, mit Geld das Gesetz zu ändern. So dass Leute nicht töten und dann verschwinden können», so Dunn.

Außerdem sendete die Familie eine emotionale Videobotschaft an Präsident Donald Trump. Darin heißt es: «Wir sind eine Familie in Trümmern und gebrochen. Wir können so nicht trauern. Bitte lassen Sie sie wieder in ein Flugzeug nach Großbritannien steigen. Sie muss sich gegenüber dem Gesetz verantworten.»

«Immer wieder Vorfälle mit Diplomaten»

Mittlerweile haben sich auch britische Kabinettsmitglieder eingeschaltet. Andrea Leadson, die Ministerin für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie sagt: «Es ist eine schreckliche Tragödie. Ich werde alles dafür tun, um sicherzustellen, dass sie Gerechtigkeit für Harry bekommen.»

Auch der Außenminister Dominic Raab ist über die Situation informiert. Er soll bereits mit dem US-Botschafter in London in Kontakt stehen. Amerikanische Diplomaten oder deren Angehörige, waren in den letzten Jahrzehnten an zahlreichen Todesfällen beteiligt. Meistens konnte eine Bestrafung allerdings unter dem Vorwand der Immunität vermieden werden.

(L'essentiel/fss)

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