Fleischfressende Bakterien

07. November 2019 07:36; Akt: 07.11.2019 14:25 Print

Frau wird von Katze gekratzt und fällt ins Koma

Als Shirley Hair ihre Katze «Chan» knuddeln wollte, holte diese aus und verpasste ihrem Frauchen eine Schramme. Diese hätte Shirley fast das Leben gekostet.

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«Ich wollte ihn hochheben, um zu kuscheln, doch er hatte keine Lust», erinnert sich Shirley Hair (65) aus der Gemeinde Winterbourne bei Bristol. Ihr Siamkater «Chan» setzte sich zur Wehr und fügte der Britin einen tiefen Kratzer am Rücken ihrer rechten Hand zu. «Ich dachte mir nichts dabei, bis ich unter grippeartigen Symptome litt und völlig meinen Appetit verlor.»

Beinahe hätte die Britin im April 2018 mehr als nur die Lust zu essen verloren, wie The Scotsman berichtet. Denn über die Wunde war ein fleischfressendes Bakterium in ihren Körper gelangt. «Mein Arm wurde rot und begann schnell anzuschwellen.» Sofort eilte die 65-Jährige mit ihrem Ehemann Bob (69) ins Krankenhaus.

Acht Operationen nötig

Die Ärzte mussten Shirley Hair für fünf Tage in künstlichen Tiefschlaf versetzen, darauf folgte ein ganzer Monat auf der Intensivstation. Mehrmals musste sie in den OP bis die Ärzte alle Infektionsherde entfernen konnten – mindestens zwei Mal erlitt die 65-Jährige einen Herzinfarkt.

Ihre Familie führte währenddessen auf Anraten einer Krankenschwester Tagebuch über die Behandlung. Ein Eintrag geht besonders zu Herz: «Mama, du hattest eine schlimme Nacht. Dein Herz hat aufgehört zu schlagen, sich dann aber wieder in Gang gesetzt. Wir machen uns alle Sorgen», schrieb Tochter Rosie (34).

Zwei Monate und acht Operationen später war die fünffache Großmutter über den Berg. Obwohl die Wunde durch eine Hauttransplantation kaum mehr zu sehen ist, bleibt der Vorfall nicht ohne Folgen: «Mein Gedächtnis ist nicht mehr so gut wie früher, ich drifte öfter mal ab und bin definitiv nicht mehr so scharfsinnig. Aber ich bin noch hier, und das ist alles was zählt.»

«Habe Glück, noch am Leben zu sein»

Nach ihrer Genesung stattete sie den Pflegern auf der Intensivstation einen Besuch ab, um sich zu bedanken. «Sie sagten zu mir: 'Nicht jeder verlässt und so putzmunter wie du Shirley'. In diesem Moment wusste ich, was für ein Glück ich hatte, noch am Leben zu sein.»

Für Kater «Chan» ist im Haushalt der Hairs allerdings kein Platz mehr. Obwohl die 65-Jährige die Siamkatze schon als zehn Wochen altes Baby zu sich genommen hatte, ist sie froh, ihn abgegeben zu haben. «Chan» sei mit dem Alter immer wilder geworden und hätte nicht nur sie, sondern auch Labrador Finn mehrfach gebissen und gekratzt. Shirleys Tochter Zoe (46) kümmert sich nun um den rabiaten Stubentiger.

(L'essentiel/fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dudabo am 07.11.2019 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dir sidd awer schnell um héigen Päerd. Ech liesen aus deem Text kéng Scholdzouweisung un d'Déier. Tragesch awer wat engem am Liewen passéieren kann.

  • sputnik am 08.11.2019 09:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Übertriebene perverse Liebe zwischen den beiden, die im Endeffekt zu einem traurigen Ende geführt hat!

  • Fiona am 07.11.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Je ne comprends pas tout l'article, mais il semblerait qu'il tente à "diaboliser" les chats ! ..... Je plains cette pauvre dame, mais chaque griffure de chat est potentiellement dangereuse, à cause de la saleté qu'il peut y avoir dans une griffe, mais aussi à cause de l'état général de la victime : par exemple si elle est diabétique, si elle est fumeuse, vaccinée ou non contre le tétanos, chat vacciné ou non etc...? D'autre part ce n'est pas toujours par méchanceté qu'un chat griffe, mais aussi en jouant ou en se défendant.

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  • sputnik am 08.11.2019 09:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Übertriebene perverse Liebe zwischen den beiden, die im Endeffekt zu einem traurigen Ende geführt hat!

  • Dudabo am 07.11.2019 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dir sidd awer schnell um héigen Päerd. Ech liesen aus deem Text kéng Scholdzouweisung un d'Déier. Tragesch awer wat engem am Liewen passéieren kann.

  • Fiona am 07.11.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Je ne comprends pas tout l'article, mais il semblerait qu'il tente à "diaboliser" les chats ! ..... Je plains cette pauvre dame, mais chaque griffure de chat est potentiellement dangereuse, à cause de la saleté qu'il peut y avoir dans une griffe, mais aussi à cause de l'état général de la victime : par exemple si elle est diabétique, si elle est fumeuse, vaccinée ou non contre le tétanos, chat vacciné ou non etc...? D'autre part ce n'est pas toujours par méchanceté qu'un chat griffe, mais aussi en jouant ou en se défendant.