Gefangen in der Höhle

03. Juli 2018 07:17; Akt: 03.07.2018 07:20 Print

Fußball-​​Kids erhalten Essen für vier Monate

Die Jugend-Fußballmannschaft, die nach neun Tagen in einer Höhle in Thailand entdeckt wurde, muss weiter auf die Rettung warten. Zuerst müssen die Jungen tauchen lernen.

Neun Tage lang saß eine Jungen-Mannschaft mit ihrem Fußballtrainer in einer Höhle in Thailand fest. Video: Navy Seals Thailand/Tamedia

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Die seit mehr als einer Woche in einer Höhle in Thailand eingesperrten Jugendfußballer müssen weiter auf ihre Befreiung warten. «Wir müssen zu hundert Prozent sicher sein, dass sie gefahrlos herauskommen können.»

Dies sagte der Gouverneur der Provinz Chiang Rai, Narongsak Osotthanakorn, am Dienstagmorgen. Es sei keine Frist gesetzt worden, bis wann die Jugendlichen aus der Höhle gebracht würden.

Auf jeden Fall gehe es den Teenagern relativ gut, sagte er weiter. «Keiner der Jungs schwebt in Lebensgefahr. Die meisten haben kleinere Gesundheitsprobleme.» Ein Arzt sei zu den Jungen geschickt worden, um sie zu untersuchen. Ihnen seien Medikamente und Energiedrinks gegeben worden.

Zudem erhielten sie Nahrung für vier Monate sowie ein Tauch-Training, wie die thailändische Armee am Dienstag mitteilte.

In einem Video, das von «Navy Seals Thailand» auf Facebook veröffentlicht wurde, sind die wartenden Jungen in der Höhle zu sehen.

Abgemagert und geschwächt

Die thailändischen Behörden hatten am Montagabend bekanntgegeben, dass die Teenager und ihr Trainer wohlauf entdeckt worden seien. In einem Video war zu sehen, wie die abgemagerten und geschwächten Kinder in der Höhle kauern.

Geplant sei, das Wasser aus der Höhle herauszupumpen und sie dann zu holen. Tagelang hatte eine Überflutung in den Gängen die Rettungskräfte von einem Vordringen abgehalten. Nach Regenfällen am Montag war der Wasserspiegel zuletzt sogar gestiegen.

Die zwölf Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr Fußballtrainer waren am 23. Juni nach einer Trainingseinheit in die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non in der Provinz Chiang Rai eingestiegen. Offensichtlich war die Gruppe von einer Sturzflut überrascht worden und hatte sich vor dem ansteigenden Wasser immer tiefer in die Höhle gerettet.

Die Taucher waren bei den Sucharbeiten nur langsam vorwärts gekommen. Am Montag dann meldeten sie, sie seien nur noch einen Kilometer von einem höher gelegenen Bereich der Tham-Luang-Höhle entfernt, wo die Kinder vermutet wurden.

Angehörige harrten aus

Die Tham-Luang-Höhle in der Nähe der Grenze zu Myanmar und Laos ist etwa zehn Kilometer lang und sehr verwinkelt. Tagelang hatten die anhaltenden Monsunregen die Suche erschwert. Am Sonntag hörte es endlich auf zu regnen. Die Taucher brachten Sauerstofftanks in die Höhle und richteten einen Einsatzstützpunkt im Höhleninneren ein.

Da das Wasser, mit dem die Höhle überflutet worden war, sehr schlammig war, kamen die eingesetzten Höhlentaucher aber nur langsam voran. Vor der Höhle harrten seit mehr als einer Woche Angehörige und Freunde der Fußballspieler aus. Sie hofften weiter auf die Rettung des Teams.

1000 Einsatzkräfte

An der Suchaktion in der Provinz Chiang Rai waren etwa 1000 thailändische Einsatzkräfte beteiligt, die von ausländischen Experten unterstützt wurden. Die Suche nach dem Fußballteam beherrschte seit Tagen die Schlagzeilen in Thailand.

(L'essentiel/scl/oli/sda)

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