3500 Kilometer

05. Juli 2019 15:13; Akt: 05.07.2019 15:23 Print

Fuchs läuft in 76 Tagen von Norwegen bis Kanada

Eine junge Polarfüchsin hat norwegische Forscher verblüfft und ist mit Rekordtempo von Spitzbergen bis nach Kanada gewandert.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Offensichtlich gut zu Fuß ist ein junges Polarfuchsweibchen: Zwischen dem 26. März und dem 10. Juni 2018 legte es stattliche 3506 Kilometer zurück: Vom Norden Norwegens über Grönland bis zur kanadischen Insel Ellesmere Island. Das berichten die Polarforscher Eva Fuglei und Arnaud Tarroux im Fachjournal «Polar Research» (PDF).

GPS-Halsband von den Forschern

Die Wissenschaftler hatten die Polarfüchsin (Vulpes lagopus) im Juli 2017 nahe einem Gletscher auf Spitzbergen mit einem Halsband ausgestattet, um ihre Bewegungen per Satellit beobachten zu können.

So konnten sie mitverfolgen, dass das Tier drei Wochen und knapp 1500 Kilometer nach dem Verlassen von Spitzbergen Grönland erreichte – und weiter Richtung Nordamerika zog. Manches deute darauf hin, dass sie das Meereis teils möglicherweise als eine Art Transportmittel benutzt habe, heißt es in der Studie.

Bis zu 155 Kilometer pro Tag – Rekord

«Wir haben nicht geglaubt, dass das wahr ist», erklärte Fuglei in einer Mitteilung ihres Instituts. Demnach legte die Füchsin 46,3 Kilometer pro Tag zurück, zu Spitzenzeiten im Norden Grönlands gar täglich 155 Kilometer.

Dieses Tempo sei für die Art zuvor noch nie wissenschaftlich aufgezeichnet worden. Bisher habe den Rekord ein ausgewachsenes Männchen mit 113 Kilometern pro Tag in Alaska gehalten. Gleichzeitig handle es sich um die erste dokumentierte Fuchswanderung von Spitzbergen bis nach Kanada.

Aufenthaltsort unbekannt

Rechnet man den Weg hinzu, den sie vom Gletscher bis zur Küste Spitzbergens sowie auf Ellesmere Island zurückgelegt hat, kommt die Füchsin demnach auf eine Gesamtdistanz von 4415 Kilometern in vier Monaten. Als Luftlinie wären es 1789 Kilometer gewesen.

Wo sich die Füchsin heute befindet, ist unklar: Das Halsband hat im Februar den Geist aufgegeben. Damals war das Tier noch auf Ellesmere Island.

(L'essentiel/fee/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.