Mindestens drei Tote

20. Januar 2021 19:00; Akt: 20.01.2021 19:49 Print

Gasleck ist Ursache der Explosion in Madrid

In der spanischen Hauptstadt ist am Mittwochnachmittag ein Gebäude im Stadtzentrum fast komplett zerstört worden. Es gibt mehrere Tote.

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Die Ursache der Explosion ist derzeit noch unklar. (Bild: AFP/Gabriel Bouys)

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Im Stadtteil La Latina bei Puerta de Toledo im Zentrum von Madrid hat am Mittwochnachmittag eine heftige Explosion in einem Gebäude ereignet. Wie der spanische Fernsehsender TVE sowie Augenzeugen am Mittwoch berichteten, wurden durch die Explosion die oberen drei Stockwerke des Gebäudes zerstört. Mindestens drei Menschen kamen dabei ums Leben, acht sollen verletzt sein, einer von ihnen schwer.

Erste Vermutungen, die auf eine Gasexplosion hindeuteten, hätten sich nun bestätigt. Das Unglück sei am Mittwoch gegen 15 Uhr geschehen, als gerade Wartungsarbeiten am Heizkessel des Unglücksgebäudes durchgeführt worden seien, sagte der Vertreter des spanischen Innenministeriums in der Region Madrid, José Manuel Franco, vor Journalisten. Der Mann, der diese Arbeiten durchführte, werde vermisst.

Bei zwei der Verstorbenen handelt es sich laut dem Radiosender Cadena Ser um eine 85 Jahre alte Frau und einen noch nicht identifizierten Mann.

Auf Bildern von TVE und Rettungskräften waren Trümmerteile auf der Straße vor dem Gebäude zu sehen. «Wir befanden uns 400 Meter vom Ort entfernt und hörten einen lauten Knall. Wenig später wurden wir alle von Sicherheitskräften evakuiert», sagt eine Zeugin zu «El Pais».

Laut «El Mundo» gehört das zerstörte Haus der Kirche. Es soll als Residenz für Priester verwendet worden sein. Eine Frau, die sich 50 Meter vom Gebäude entfernt befand, kurz nachdem es explodiert war, sagte, sie habe einen Menschen auf der Straße liegen sehen. Sie wisse nicht, ob er tot oder verletzt sei.

«Es hörte sich wie eine Bombe an»

«Es hörte sich wie eine Bombe an. Mein ganzes Haus schüttelte», erzählte ein Zeuge zu «El Mundo». Sein Kopf fühle sich gerade wie betäubt an.

Das Gebäude befindet sich in der Nähe eines Altenheims und einer Primarschule. Einige Kinder erlitten durch Glassplitter Schnitzverletzungen. «Wir konnten unsere Kinder von der Schule durch den Hinterteil des Gebäudes abholen. Die Straße ist voller Trümmerteile», sagt Saioa, die ein 3-jähriges Kind hat. Die Bewohner des Seniorenheims werden derzeit in Bars und Restaurants der Gegend betreut.

Neun Einheiten der Feuerwehr und elf Krankenwagen seien zu dem Gebäude in der Calle Toledo geschickt worden, teilten die Rettungskräfte von Madrid im Onlinedienst Twitter mit.

(L'essentiel/dpa)

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