Krebsforschung

20. Februar 2019 13:16; Akt: 20.02.2019 13:16 Print

Gebärmutterhalskrebs könnte bald besiegt sein

Wenn Impfungen und Vorsorgen weiter verbreitet seien, könnte Gebärmutterhalskrebs bis zum Ende des Jahrhunderts als «geheilt» gelten.

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Frauen sollten regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen. (Bild: Symbolbild)

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Innerhalb von 40 Jahren könnte Gebärmutterhalskrebs nahezu «ausgerottet» sein, laut einer in der Zeitschrift The Lancet Oncology veröffentlichten Studie, könnten die Fälle dieser speziellen Erkrankung in vielen Ländern auf unter vier Fälle pro 100.000 Frauen gesenkt werden. Sofern entsprechende Vorsorge-Maßnahmen bis 2020 umgesetzt werden.

«Dies ist die Schwelle unterhalb derer Gebärmutterhalskrebs als ein Problem der öffentlichen Gesundheit beseitigt werden könnte», heißt es von den Autoren der Studie. Demnach könnten in den nächsten 50 Jahren 13,5 Millionen Fälle verhindert werden. Anfang Februar berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass 2018 weltweit 570.000 Fälle von Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert wurden. Etwa 310.000 Frauen sterben jedes Jahr daran, vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Dort ist die Krebsart die vierthäufigste bei Frauen.

Mädchen sollten sich impfen lassen

Die erste empfohlene Präventivmaßnahme ist die Impfung gegen HPV, eine Virengruppe, die durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. Zwei von ihnen – HPV 16 und 18 – verursachen 70 Prozent der Krebserkrankungen und Krebsvorstufen im Gebärmutterhals, so die WHO. Sie empfiehlt, Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren impfen zu lassen. Die am Mittwoch veröffentlichte Studie geht davon aus, dass ab 2020 mehr als 80 Prozent der Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren geimpft sein werden, und 70 Prozent der Frauen zweimal in ihrem Leben untersucht wurden.

Nach statistischen Prognosen würde die Rate von Gebärmutterhalskrebs bis 2059 in Ländern mit sehr hohem Entwicklungsstand auf unter vier Fälle pro 100.000 Frauen fallen. Andererseits könne die Schwellmarke für Länder mit sehr niedrigem Entwicklungsstand nicht vor Ende des Jahrhunderts überschritten werden.

(L'essentiel/afp)

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