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01. Juni 2017 09:37; Akt: 01.06.2017 09:46 Print

Geht Trump-​​«Enthauptung» zu weit?

Die Komikerin Kathy Griffin zeigte sich auf Fotos mit einem abgeschnittenen Kopf von Donald Trump. Der US-Präsident ist stinksauer und Griffin ist ihren Job los.

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Die US-Komikerin Kathy Griffin (56) hat bei einer Session mit dem Promi-Fotografen Tyler Shields einen abgeschlagenen und blutigen Kopf mit den Gesichtszügen von Präsident Donald Trump hochgehalten – und sich kurz nach der Veröffentlichung dafür entschuldigt.

«Es tut mir leid, ich bin zu weit gegangen, ich habe das falsch gemacht», sagt Griffin in einem Video, das sie am Dienstagabend auf Instagram veröffentlichte. «Ich bitte um Vergebung», meinte die bekannte Trump-Kritikerin. Sie habe «eine rote Linie überschritten». Griffin kündigte an, Shields um die Löschung des Bildes im Internet zu bitten.

I am sorry. I went too far. I was wrong. A post shared by Kathy Griffin (@kathygriffin) on May 30, 2017 at 4:53pm PDT

Der Nachrichtensender CNN sprach von «ekelhaften» Aufnahmen und kündigte den Vertrag über die Mitwirkung der 56-Jährigen an der diesjährigen Silvestershow. Zudem setzte die Drogerieartikel-Kette Squatty Potty eine Werbekampagne mit ihr ab.

Die Trumps sind außer sich

«Kathy Griffin sollte sich schämen», twitterte Trump am Mittwochmorgen. «Meinen Kindern, insbesondere meinem elfjährigen Sohn Barron, setzt das sehr zu. Krank!» Wie TMZ berichtet, soll der jüngste Sohn des Präsidenten das Bild im Fernsehen gesehen haben und im ersten Augenblick gemeint haben, dass die Szene echt sei. Laut Familienmitgliedern soll er in Panik nach Mutter Melania gerufen haben.

Auch Trumps Sohn Donald Jr. tat seinen Ärger öffentlich kund. Die Aufnahme sei «ekelhaft, aber nicht überraschend», schrieb er auf Twitter. Es sei ein Beleg für «die heutige Linke», die so etwas für «hinnehmbar» halte.

Sogar Kollegen kritisieren Griffin

Kritik kam unter anderem auch von Chelsea Clinton, der Tochter der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die Trump bei der Wahl im November unterlegen war. «Es ist niemals lustig, über die Ermordung eines Präsidenten einen Scherz zu machen», erklärte sie. CNN-Moderator Anderson Cooper, der mit Griffin in der Vergangenheit zusammenarbeitete, teilte mit, er sei über die Foto-Session «entsetzt».

Der Secret Service kündigte eine Untersuchung an. Die vom Geheimdienst zu schützenden Personen hätten die «höchste Priorität» bei allen Untersuchungen, twitterte der Secret Service.

Griffin, die auch als Stand-up-Comedian arbeitet, ist in den USA bekannt, da sie seit 2001 die bei CNN übertragene Silvestershow am Times Square in New York City moderiert. Sie wurde mit zwei Emmys ausgezeichnet. Kurze Auftritte hatte sie unter anderem im Film «Pulp Fiction» sowie in den Serien «Akte X» und «Der Prinz von Bel-Air».

(L'essentiel/kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 01.06.2017 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sie hat sich endschuldig, das ist die Hauptsache. Ich hätte noch einpaar andere Köpfe von vielen anderen Politiker reingetan.

  • dewc am 01.06.2017 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wou ass dann do den Ennerscheed zu Charlie Hebdo ? Wiesou get dat do dann net als Satire geholl ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Niemand am 01.06.2017 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sie hat sich endschuldig, das ist die Hauptsache. Ich hätte noch einpaar andere Köpfe von vielen anderen Politiker reingetan.

  • dewc am 01.06.2017 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wou ass dann do den Ennerscheed zu Charlie Hebdo ? Wiesou get dat do dann net als Satire geholl ?