Zwei Jahre danach

03. August 2020 19:21; Akt: 03.08.2020 19:21 Print

Genua weiht nach Katastrophe neue Brücke ein

Vor knapp zwei Jahren sind beim Brückeneinsturz in Genua 43 Menschen ums Leben gekommen. Heute wurde die Morandi-Brücke neu eingeweiht.

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Vor der Einweihung der neuen Autobahnbrücke in Genua haben Politiker in Italien das Bauwerk als Signal für den Aufbruch des Landes gewürdigt. «Aus einer Wunde, die nach wie vor nur schwer heilt, erhebt sich das Symbol eines neuen Italiens», schrieb Ministerpräsident Giuseppe Conte auf Facebook. Das Mittelmeerland befinde sich im Wandel.

Vor knapp zwei Jahren, am 14. August 2018, war die Morandi-Brücke eingestürzt, 43 Menschen starben. Am Montagabend sollte der Neubau unter dem Namen San-Giorgio-Brücke eingeweiht werden. Neben dem Regierungschef wurde auch Staatspräsident Sergio Mattarella zu der Feier in der ligurischen Hafenstadt erwartet. Mattarella wollte sich vorher mit Vertretern der Opferfamilien treffen, wie Egle Possetti vom Angehörigen-Komitee der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

«Es muss einen Prozess geben»

«Wir hoffen, dass auch nach diesem Tag das Andenken an die Opfer nicht vergessen wird», sagte Possetti im Fernsehsender Sky TG24. «Es muss einen Prozess geben.» Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen der Schuld am Brückeneinsturz und möglichen Wartungsmängeln laufen noch. Viele Opferangehörige haben angekündigt, nicht am Festakt teilnehmen zu wollten.

Die Bilder des Unglücks hatten Italien geschockt, sie gingen um die Welt. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise, mit deren wirtschaftlichen Folgen Italien massiv zu kämpfen hat, gilt die über einen Kilometer lange Konstruktion als Symbol für einen schnellen Wiederaufbau. Genuas Bürgermeister Marco Bucci sprach am Montag von einer «Botschaft der Hoffnung», wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Zeitung La Repubblica schrieb vom «Tag der Brücke».

Der Bau auf hohen Pfeilern war vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano (82) entworfen worden. Die Arbeiten gingen auch während der Sperren in der Corona-Pandemie voll weiter.

(L'essentiel/SDA)

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