Tierrettung in Kenia

07. Februar 2021 13:32; Akt: 07.02.2021 13:36 Print

Giraffen werden mit Mangos auf ein Floß gelockt

Die Giraffen auf der Insel Longicharo im Westen Kenias könnten verhungern, wenn sie nicht gerettet werden. Tierschützer bringen sie nun mit einem Floß aufs Festland.

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Die Tierschutzorganisation Kenya Wildlife Service (KWS) ist an einer kolossalen Mission: Sie muss eine ganze Giraffenherde aus einer Insel evakuieren, um die Tiere in ein Reservat auf dem Festland zu bringen. Die Aufgabe ist komplex, da jede Giraffe einzeln mit einem Floß transportiert werden muss.

Die Insel Longicharo auf dem Baringo-See im Westen Kenias wird immer kleiner. Der Wasserspiegel des Baringo-Sees war jüngst um 15 Zentimeter pro Tag angestiegen. Wegen des steigenden Wasserspiegels droht die Insel zu versinken. Die Giraffen könnten wegen des reduzierten Lebensraumes verhungern. Aus diesem Grund bringen die Tierschützer die Tiere nun in einem speziell gebauten Giraffenfloß über das Wasser in das Naturschutzgebiet Ruko.

Giraffen werden mit Mangos auf das Floß gelockt

Vor der Überfahrt werden die Tiere mit Mangos, ihrer Lieblingsnahrung, auf die Floßkiste gelockt. Das sei ein langwieriger Prozess, sagt Aloise Naitera von der Tierschutzorganisation Northern Rangelands Trust (NRT). «Man muss von Fall zu Fall und von Tag zu Tag entscheiden. Sobald wir die noch verbleibenden Giraffen trainiert haben, sind sie für den Transport bereit. Ziel ist es, alle Tiere bis spätestens Mai umgesiedelt zu haben.»

Bildstrecke: Giraffen werden mit Mangos auf ein Floß gelockt

Die seltenen Rothschild-Giraffen waren erst 2011 auf die Insel Longicharo gebracht worden, um die Population wieder aufzubauen. Das rund 17 Quadratkilometer große Ruko-Reservat ist nun das neue Zuhause der Giraffen. Der Weltnaturschutzunion (IUCN) zufolge gibt es geschätzt 2100 Rothschild-Giraffen, rund 765 leben in Kenia.

Derzeit diskutieren Wissenschaftler über den Grund für den Anstieg des Wasserspiegels im Baringo-See sowie in anderen Seen in Kenia. Zum einen könnte es an geologischen Veränderungen tief im Erdboden liegen. Außerdem könnte es sein, dass die zunehmende Abholzung stromaufwärts zu mehr Sediment in den Seen führt.

(L'essentiel/Karin Leuthold)

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