2019 verschwunden

05. März 2021 12:35; Akt: 05.03.2021 13:07 Print

Google-​​Account soll Rätsel um Vermisste lösen

Im Fall um die seit 2019 verschwundene Rebecca Reusch setzen die Berliner Ermittler nun auf Hilfe von Google. Der Konzern gibt nun die Daten ihres Kontos frei.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Auf der Suche nach der vermissten Schülerin Rebecca Reusch gibt es Hoffnungen auf einen Durchbruch. Das damals 15-jährige Mädchen ist am 18. Februar 2019 aus dem Haus ihrer Schwester in Berlin verschwunden. Seitdem fehlt von Rebecca jede Spur. Fahndungen und Suchaktionen blieben erfolglos.

Nun soll Google helfen. Die Berliner Polizei hat im vergangenen Jahr die europäische Google-Zentrale in Dublin um Daten aus Rebeccas Google-Account gebeten. Das berichtet die Bild. Die Schülerin hatte neben Snapchat auch ein Google-Konto.

Google soll nun einen passwortgesicherten Datenträger geschickt haben. Die dort erfassten Daten geben Aufschluss, wann welche Seiten der Suchmaschine von ihrem Benutzer-Konto aufgerufen wurden. «Er sieht aus wie ein USB-Stick. Vollgestopft mit einer riesigen Datenmenge», sagt ein Ermittler zu Bild.

Neue Informationen zum letzten Aufenthaltsort?

Das Landeskriminalamt LKA wertet die Daten aus. «Natürlich interessiert uns zuerst, ob das Konto bei Google nach ihrem Verschwinden aktiv in Nutzung war und wo es eingeloggt war», so der Ermittler.

Auch, welche Seiten Rebecca mit wem geteilt hat, sowie Kalendereinträge und Telefonnummern ihrer Kontakte werden bei Google archiviert, ebenso Notizen und Suchanfragen.

Der Konzern erfasst auch Geräte, auf denen sich Personen mit dem Account von Rebecca eingeloggt haben könnten. So besteht die Möglichkeit, dass bisher unbekannte Kontakte von Rebecca dank Google auftauchen, die über ihr Verschwinden Aufschluss geben könnten.

Rebeccas Schwager galt als Hauptverdächtiger, doch die Behörden konnten ihm kein Verbrechen nachweisen und mussten ihn aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei gehen davon aus, dass Rebecca nicht mehr am Leben ist.

(L'essentiel/Lea Gnos)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.