Krebs-Risiko

25. Mai 2018 19:38; Akt: 25.05.2018 19:38 Print

Grillen ist für Haut schlimmer als für Lunge

Schlechte Nachrichten für Grill-Fans: Ihre liebste Art der Fleischzubereitung ist noch schädlicher als gedacht. Sagt eine Studie aus China.

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Ob Bratwurst oder Steak: Trotz Warnungen vor Gesundheitsgefahren ist die Lust am Grillen ungebrochen – zumindest bis jetzt. Chinesische Forscher haben nun entdeckt, dass Rauchschwaden vom Grill buchstäblich unter die Haut gehen können. Denn bestimmte im Grillrauch hochsteigende krebserregende Stoffe werden durch die Haut sogar noch intensiver aufgenommen als durch das Inhalieren.

Auch Kleidung schütze nicht komplett vor der Aufnahme bestimmter Schadstoffe, der sogenannten PAK (siehe Box), durch die Haut, schreiben Jia-Yong Lao von der Jinan-Universität und Kollegen in Environmental Science & Technology, einem Fachjournal der Amerikanischen Chemie-Gesellschaft.

Einatmen ist weniger gravierend

Lao und sein Team untersuchten die Urinproben von 20 jungen Männern, die in der chinesischen Stadt Guangzhou zweieinhalb Stunden bei einem Grill-Test mitgemacht hatten: Ein Drittel aß Grillgut, stand und atmete in Grillnähe.

Eine Gruppe stand und atmete ebenfalls im Rauch, aß aber nichts. Ein Drittel aß nichts und stand mit abgeschotteter Atemmaske im Rauch. Die Analysen zeigten, dass die Fleischkonsumenten später den höchsten Anteil an PAK im Urin hatten, über die Haut aber mehr der gefährlichen Stoffe aufgenommen wurden als durch das Einatmen.

Verschmutzte Kleidung

Die 16 verschiedenen PAK, die gefunden wurden, legten sich auch auf der Kleidung nieder. Die Forscher raten, sie nach dem Grillen zu wechseln und zu waschen. «Verschmutzte Kleider könnten sonst eine dauernde Belastungsquelle werden.»

Doch wer Fleisch grillt, hat oft auch mit anderen Schadstoffen zu tun: Zum Beispiel mit Heterozyklischen Aromatischen Aminen (HAA), die ebenfalls Darmkrebsvorstufen befördern können.

Sie entstehen, wenn man Fleisch oder andere proteinhaltige Lebensmittel zu heiß und zu lange grillt. «Schwarze Krusten auf Würstchen und Co. enthalten krebserregende Stoffe», warnt das deutsche Umweltbundesamt. Deshalb die Regel: Nichts Verkohltes essen, Schwarzes abschneiden.

Aluminium-Schalen

Aluminium-Schalen können das Anbrennen verhindern - haben aber auch Tücken: Unter dem Einfluss von Säure und Salz kann Aluminium auf Lebensmittel übergehen. «Deshalb sollte der direkte Kontakt von säurehaltigen oder salzigen Speisen – etwa Tomaten, Schafskäse in Salzlake oder mit Zitronensaft gewürztes Fischfilet – vermieden werden», empfiehlt das Umweltbundesamt. Für Fleisch seien Alu-Schalen aber sinnvoll und das kleinere Übel.

Tabu ist beim Grillen jedoch Gepökeltes: Schinken, Speck, Rippchen oder Wiener enthalten Nitritpökelsalz. «Bei Hitze entstehen daraus Nitrosamine, die Magen- und Speiseröhrenkrebs auslösen können», so die Deutsche Krebsgesellschaft.

Stattdessen empfehlen Gesundheitsexperten: Öfter mal Gemüse auf den Grill werfen. Es muss ja nicht gleich vor fettiger Marinade triefen, die dann ins Grillfeuer tropft.

(L'essentiel/fee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dimitrij am 26.05.2018 03:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann d'Grillen just deen eenzegen "Problem" wier,wier alles an der Rei.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dimitrij am 26.05.2018 03:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann d'Grillen just deen eenzegen "Problem" wier,wier alles an der Rei.