Nach Juwelenraub

29. Mai 2020 12:51; Akt: 29.05.2020 13:10 Print

Grünes Gewölbe in Dresden öffnet wieder

Das Grüne Gewölbe Dresden zählt zu den Highlights unter den sächsischen Museen. Seit dem aufsehenerregenden Juwelendiebstahl war die barocke Schatzkammer geschlossen.

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Nach elf Wochen Corona-Zwangspause öffnen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit dem Residenzschloss ihren größten Museumskomplex wieder. Auch das weltberühmte Historische Grüne Gewölbe ist ab Samstag empfangsbereit für Besucher, wie der Museumsverbund am Freitag mitteilte - ein halbes Jahr nach dem spektakulären Juwelendiebstahl. Ab Samstag sind zudem das Neue Grüne Gewölbe, die Türckische Cammer, der Riesensaal, das Porzellankabinett und die rekonstruierten Paraderäume zugänglich.

«Das Grüne Gewölbe ist eines der wichtigsten Aushängeschilder des Freistaates Sachsen», sagte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). Einige Spuren der brachialen Gewalt sind im Juwelenzimmer der rekonstruierten barocken Schatzkammer, aus der im November rund ein Dutzend historischer Schmuckstücke mit Diamanten und Brillanten gestohlen wurden, noch sichtbar. Der Einbruch machte weltweit Schlagzeilen und warf Fragen nach der Sicherheit auf.

Internationale Expertenkommission prüft Sicherheit

Klepsch hat nun eine international besetzte Expertenkommission berufen, die regelmäßig die Sicherheitslage dieses und aller anderen SKD-Museen prüfen und Handlungsempfehlungen geben wird. Unter anderem Max Hollein, Direktor des Metropolitan Museum New York, Zelfira Tregulowa, Generaldirektorin der Moskauer Tretjakow Galerie, Taco Dibbits, Direktor des Rijksmuseum Amsterdam, oder Jürgen Maurer, ehemaliger Vizepräsident des Bundeskriminalamts, hätten ihre Mitwirkung zugesagt. Das Gremium soll am 18./19. Juni erstmals tagen.

Am frühen Morgen des 25. November 2019 waren zwei unbekannte Täter über eines der vergitterten Fenster in den «begehbaren Tresor» eingedrungen. Im Juwelenzimmer hatten sie mit einer Axt drei Löcher in die Vitrine mit den prächtigsten Exponaten geschlagen und etwa zwei Dutzend der darin befestigten historischen Schmuckstücke mitgenommen. Diebe und Beute sind nach wie vor verschwunden.

Für Hinweise zur Ergreifung der Täter ist eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt. Eine Sonderkommission namens «Epaulette» ermittelt in dem Fall.

(l'essentiel/dpa)

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