Vor Tasmanien

22. September 2020 15:28; Akt: 22.09.2020 15:32 Print

Helfer retten 25 der 270 gestrandeten Grindwale

Über zwei Dutzend an der australischen Insel Tasmanien gestrandeten Grindwale sind Behörden zufolge bisher gerettet worden.

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Von 270 an der Küste Australiens gestrandeten Wale seien bisher 25 von Sandbänken oder aus seichtem Wasser befreit worden und befänden sich nun wieder im Meer, teilten Mitarbeiter des Meeresschutzprogrammes der tasmanischen Regierung am Dienstag mit. Damit wurde bisher knapp ein Zehntel der gestrandeten Wale befreit. Zugleich bestätigten die Behörden, dass etwa ein Drittel der Meerestiere verendet sei. Die Wale waren am Montag in der Gegend um die abgelegene Macquarie-Bucht im Westen der Insel gestrandet.

Eine der schwierigsten Rettungsaktionen

Die meisten Wale seien mit Booten nicht zu erreichen, sagte der Biologe Kris Carlyon vor Journalisten. Rund 60 Retter konzentrierten sich nun auf die Wale, die die besten Überlebenschancen hätten. «Einige Tiere sind vielleicht einfach zu groß oder an einem ungeeigneten Ort», sagte Carlyon. Es sei eine der schwierigsten Rettungsaktionen verglichen mit früheren Massenstrandungen in Tasmanien.

Die Rettung werde sich wohl einige Tage hinziehen, sagte Carlyon weiter. Langflossen-Grindwale seien aber robuste Tiere und könnten bei kühlen Temperaturen mehrere Tage überleben. «Wenn man bedenkt, dass sie nass sind, dass sie kühl sind, dann haben wir hier tatsächlich geeignetes Wetter.» An der Rettung beteiligt seien vor allem Experten der tasmanischen Behörde für Naturschutz, ausgebildete Freiwillige und die Polizei.

Strandungen kommen oft vor

Grindwale sind sehr soziale Tiere, mehrere Hundert Wale können gemeinsam auf Wanderschaft sein. Dabei folgen die Gruppen – Schulen genannt – einzelnen Leittieren. Diesen schwimmen sie auch in flaches Wasser nach, wo sie sich nicht mehr orientieren können. Bei solchen Massenstrandungen, deren Ursachen noch weitgehend unklar sind, stirbt meist ein Großteil der Tiere.

Strandungen von Walen kommen in Tasmanien recht häufig vor, meist sind aber weit weniger Tiere betroffen. Zuletzt war in der Gegend eine kleinere Gruppe von Pottwalen an die Küste geraten.

(L'essentiel/SDA/ore)

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