China

02. August 2021 17:20; Akt: 02.08.2021 17:21 Print

Hochwasser kostete über 300 Menschenleben

Nach den starken Unwettern in China korrigieren die Behörden die bisherigen Angaben über Todesopfer um das Dreifache nach oben.

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Bei den jüngsten Überschwemmungen in Zentralchina sind dreimal mehr Menschen ums Leben gekommen als bisher bekannt. 302 Menschen seien getötet worden und weitere 50 würden noch vermisst, teilte die Regierung der Provinz Henan am Montag mit. Allein in der Provinzhauptstadt Zhengzhou seien 292 Menschen umgekommen, 47 würden vermisst. Zehn weitere Menschen seien in drei anderen Städten ums Leben gekommen. Bis zum Freitag war von 99 Toten die Rede gewesen.

Die von Starkregen verursachten Überschwemmungen hatten seit dem 20. Juli Straßen in Zentralchina in reißende Flüsse verwandelt und das U-Bahn-System von Zhengzhou unter Wasser gesetzt. Online gestellte Videos zeigten Menschen, die bei steigendem Wasserspiegel in U-Bahn-Waggons festsaßen. Mindestens 14 Menschen kamen bei den Überschwemmungen in der U-Bahn ums Leben. Am nächsten Tag zog der Starkregen nach Norden und setzte die Städte Hebi, Anyang und Xinxiang unter Wasser.

1,5 Millionen Menschen evakuiert

Nach Behördenangaben wurden 189 Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen getötet, 54 bei Hauseinstürzen und 39 an tiefliegenden Orten wie Kellern, Garagen und in der U-Bahn. Der Gouverneur von Henan, Wang Kai, drückte den Angehörigen der Opfer im Namen der Kommunistischen Partei sein Mitgefühl aus. Rund 1,5 Millionen Menschen wurden nach Behördenangaben in der Provinz aus ihren Wohnungen in Sicherheit gebracht. Feldfrüchte wurden auf einer Fläche von 250.000 Hektar ebenso wie Tausende Häuser von den Fluten zerstört. Insgesamt werden die entstandenen Schäden auf mehr als 90 Milliarden Yuan (12.9 Milliarden Euro) geschätzt.

Wer in China über die verheerenden Unwetter berichten möchte, der lebt gefährlich. Es wird von Teilen der Bevölkerung aufgerufen, auf ausländische Journalisten Jagd zu machen. Bei gewissen Journalisten wurde nicht einmal vor der Familie halt gemacht.

(L'essentiel/dpa/fos)

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