Obwohl sie ihn nicht wollten

23. Juli 2019 09:48; Akt: 23.07.2019 10:32 Print

Hund läuft 200 Kilometer zurück zu Besitzern

Eine Hündin legte in Sibirien eine gewaltige Strecke zurück, um wieder bei Herrchen und Frauchen zu sein. Diese wollten das Tier zuvor loswerden.

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Das Schicksal der Hündin «Maru» sorgt derzeit für Schlagzeilen in Russland. Ein Ehepaar aus der Stadt Krasnojarsk kaufte das Tier als Welpen bei der Züchterin Alla Morozova. Als der Hund sechs Monate alt war rief «Marus» Frauchen bei der Züchterin an und erklärte, dass sie plötzlich allergisch auf das Tier reagiere und es zurückgeben müsse. Die Züchterin erklärte gegenüber der Siberian Times, dass das Ehepaar wohl einfach keine Lust mehr auf den Hund gehabt habe.

Da zwischen «Marus» Zuhause und dem Zuchtbetrieb etwa 700 Kilometer lagen, entschieden sich die Besitzer dazu, den Hund in einen Zug nach Nowosibirsk zu setzen. Ein Zugbegleiter hatte sich zuvor bereiterklärt, sich um das Tier zu kümmern.

Hund verschwindet spurlos

Nach etwa 200 Kilometern sprang die Hündin jedoch plötzlich aus dem Zug. Die Züchterin vermutet, dass sie eine Panikattacke hatte: «Die Trennung von ihren Besitzern hat dem Tier offenbar schwer zugesetzt. Die lauten Geräusche im Zug hat der Hund wohl auch nicht vertragen.»

Ab diesem Zeitpunkt war «Maru» spurlos verschwunden. Der Zugbegleiter informierte die ehemaligen Besitzer über den Vorfall. Diese meldeten sich wiederum bei der Züchterin, die das Ehepaar bat, nach dem Vierbeiner zu suchen. «Leider haben sich die Besitzer überhaupt nicht um das Tier geschert. Sie haben wohl nur gedacht: ‹Okay, dann ist der Hund eben weg. Ist schon in Ordnung so›», sagte Morozova.

Zurück bei Mutter und Vater

Doch auch wenn ihre Besitzer «Maru» nicht mehr wollten, machte sie sich auf den 200 Kilometer langen Weg nach Hause. Die Hündin schlug sich zwei Tage ohne Hilfe durch die Taiga und schaffte es schließlich zurück nach Krasnojarsk. Dort wurde sie in einem bemitleidenswerten Zustand in einem Industriegebiet gefunden: Sie lahmte, eine Pfote und ihr Kiefer waren gebrochen, ihre Ballen waren verletzt. Die Retter berichteten, dass das Tier sogar «weinte».

Obwohl sie ihre abenteuerliche Reise überlebte, wird «Maru» nicht in ihrer Heimatstadt bleiben: Die Züchterin entschied sich dazu, den Hund wieder aufzunehmen. In ihrem Betrieb wurde die Hündin wieder mit ihren Elterntieren vereint.

(sw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia am 23.07.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ONBEGRAIFLECH :(:( WENSCHEN DEM HOND ALL GUDDES DAT EN BEI EIERLECH A VERANTWORTUNGSVOLL LEIT KENT ...

  • Nina am 23.07.2019 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do gesäit een wéi trei déi Déieren sinn, an éierlech méi wéi verschidde Mënschen an si verdengen et nët fir esou behandelt ze ginn

  • Julie am 24.07.2019 06:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ihr kennt ja den Unterschied, zwischen Frau und Hund : Je später du nach Hause kommst desto mehr freut sich der Hund...

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  • Julie am 24.07.2019 06:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ihr kennt ja den Unterschied, zwischen Frau und Hund : Je später du nach Hause kommst desto mehr freut sich der Hund...

  • Nina am 23.07.2019 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do gesäit een wéi trei déi Déieren sinn, an éierlech méi wéi verschidde Mënschen an si verdengen et nët fir esou behandelt ze ginn

  • Pia am 23.07.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ONBEGRAIFLECH :(:( WENSCHEN DEM HOND ALL GUDDES DAT EN BEI EIERLECH A VERANTWORTUNGSVOLL LEIT KENT ...