Fenster ins All

21. Februar 2019 10:02; Akt: 21.02.2019 11:01 Print

Hunderttausende neue Welten entdeckt

Forscher haben eine neue Himmelskarte vorgestellt. Das Besondere: Sie zeigt extrem weit entfernte und bislang völlig unbekannte Galaxien.

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Astronomen haben ein neues Fenster ins Universum geöffnet und dabei Hunderttausende unbekannte Galaxien entdeckt. Mehr als 200 Wissenschaftler aus 18 Ländern haben jetzt eine neue Himmelskarte veröffentlicht.

Diese beruht auf Daten des Radioteleskops Lofar und wirft ein neues Licht auf Schwarze Löcher, interstellare Magnetfelder und Galaxienhaufen. Dies teilte am Dienstag das Forschungszentrum Jülich mit, das nahezu 15 Petabyte Lofar-Daten beherbergt.

Unglaubliche Zahl von Entdeckungen

Gesteuert wird Lofar als weltweit führendes Teleskop seiner Art von der Forschungseinrichtung Astron in den Niederlanden. «Diese Himmelskarte ermöglicht eine unglaubliche Zahl von wissenschaftlichen Entdeckungen von bleibendem Wert», erklärte die Astron-Generaldirektorin Carole Jackson.

So funktioniert das Lofar-Radioteleskop. (Video: Astron)

Den ersten 26 Forschungsarbeiten in diesem Zusammenhang widmet sich übrigens derzeit eine Sonderausgabe des Fachjournals Astronomy & Astrophysics.

Die mithilfe von Lofar erstellte neue Himmelskarte enthält eine Vielzahl von Galaxien, die wegen ihrer extrem weiten Entfernung von der Erde bisher unbekannt waren – ihre Radiosignale müssen Milliarden Lichtjahre bis zur Erde zurücklegen. Bei der Beobachtung des Himmels mit einem Radioteleskop ist laut Forschungszentrum Jülich hauptsächlich Strahlung aus der Umgebung von Schwarzen Löchern zu sehen, die Millionen Mal schwerer sind als die Sonne.

«Mit Lofar wollen wir herausfinden, welchen Einfluss die Schwarzen Löcher auf die Galaxien haben, in denen sie sitzen», erläuterte der Astrophysiker Marcus Brüggen von der Universität Hamburg. Mit der von Lofar empfangenen Radiostrahlung können zudem kosmische Magnetfelder gemessen werden. So konnten Forscher aus Deutschland den Angaben zufolge zeigen, dass sich zwischen Galaxien enorme magnetische Strukturen befinden.

Auch bei der Erforschung von Galaxienhaufen hoffen die Wissenschaftler auf neue Erkenntnisse durch Lofar. Denn bei der Verschmelzung zweier solcher Ansammlungen von Galaxien werden Radioemissionen — sogenannte Radiohalos — mit einer Größe von Millionen Lichtjahren erzeugt.

«Radiohalos werden von extrem schnellen Elementarteilchen hervorgerufen», erklärte Amanda Wilber von der Sternwarte der Universität Hamburg. «Mit Lofar können wir erforschen, welche kosmischen Beschleuniger diese Teilchen erzeugen und was diese antreibt.»

(L'essentiel/fee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Le Cubain am 21.02.2019 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    Super intéressant probablement, dommage que la traduction est tout simplement désastreuse.

  • Sandkasten am 21.02.2019 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Da sollten wir schnellstens unseren Space-mining-Minister hinschicken damit er buddeln kann.

  • mp1987 am 22.02.2019 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Sandkasten hätten Sie auch nur ein bisschen Ahnung dann hätten Sie sich ihren Sarkastischen Kommentar verkniffen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • mp1987 am 22.02.2019 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Sandkasten hätten Sie auch nur ein bisschen Ahnung dann hätten Sie sich ihren Sarkastischen Kommentar verkniffen.

  • Le Cubain am 21.02.2019 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    Super intéressant probablement, dommage que la traduction est tout simplement désastreuse.

  • Sandkasten am 21.02.2019 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Da sollten wir schnellstens unseren Space-mining-Minister hinschicken damit er buddeln kann.