In den USA

25. August 2020 15:54; Akt: 25.08.2020 15:55 Print

Hurrikan «Laura» bewegt sich auf US-​​Küste zu

Der Wirbelsturm «Laura» hat Hurrikanstärke erreicht. Es wird erwartet, dass der Sturm am Mittwoch aufs Festland trifft.

storybild

Strandbesucher stehen vor einer großen Welle, die wegen des starken Tropensturms «Laura» zustande kommt. Ungefähr 100 Anwohner kamen zum beliebten Pier, um sich den Wind und die großen Wellen anzusehen. (Bild: DPA/Keystone/The Key West Citizen)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Wirbelsturm «Laura», der sich auf die US-Küste am Golf von Mexiko zubewegt, hat wie erwartet die Stärke eines Hurrikans erreicht. Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) berichtete am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf Twitter, dass Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde erfasst wurden.

Eine Satellitenaufnahme zeigte das Zentrum des Sturms westlich von Kuba. Die US-Meteorologen erwarten, dass «Laura» über dem Golf von Mexiko weiter an Kraft gewinnt und am späteren Mittwoch (Ortszeit) als heftiger Hurrikan aufs Festland treffen könnte. Vor allem für die Bundesstaaten Louisiana und Texas birgt der Sturm große Gefahr.

Atempause in Louisana

Die Abschwächung des Tropensturms «Marco» hatte dem US-Bundesstaat Louisiana vor dem Eintreffen «Lauras» eine unverhoffte Atempause verschafft – und Gouverneur John Bel Edwards rief die Bevölkerung auf, die Gelegenheit für die Vorbereitung zu nutzen. «Ich möchte, dass jeder versteht, dass dies das Potenzial hat, der stärkste Hurrikan zu sein, der (uns) seit Hurrikan Rita getroffen hat», sagte Edwards am Montag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz.

«Rita» hatte 2005 als Hurrikan der Stärke 3 an der Grenze von Texas und Louisiana die USA erreicht und war mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde über das Land gefegt. Zwischenzeitlich mussten 1,3 Millionen Menschen die Küstenregion verlassen. Die Zahl der direkten Hurrikan-Toten geben die Behörden mit sieben an, allerdings starben zahlreiche weitere Menschen während der Evakuierungsmaßnahmen unter anderem an den Folgen der Hitze. «Rita» hatte die US-Südküste kurz nach dem tödlichen Hurrikan «Katrina» getroffen. «Wir müssen sehr, sehr vorsichtig sein», mahnte Edwards.

Angst vor zwei Hurrikans

Am Wochenende war befürchtet worden, dass die Golfküste innerhalb weniger Tage von zwei Hurrikans nacheinander getroffen werden könnte. US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag, «Marco» und «Laura» hätten das Potenzial, an der Golfküste große Schäden anzurichten. «Marco», der am Sonntag Hurrikanstärke erreicht hatte, schwächte sich aber bereits am Montag wieder ab und erreichte am Abend (Ortszeit) die US-Küste an der Mississippi-Mündung als Tropensturm. Danach bewegte er sich entlang der Küste des Bundesstaats Louisiana und sorgte für heftige Regenfälle.

«Laura» zog bereits durch die Karibik. Dabei kamen neun Menschen in Haiti und vier in der Dominikanischen Republik ums Leben. Auf Kuba waren 200.000 Einwohner von Evakuierungen betroffen. Das NHC schrieb mit Blick auf die betroffenen Teile der USA: «Heute ist der Tag, um sich vorzubereiten.» Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) werde es mit dem Wetter bergab gehen.

Tropische Orkane werden im westlichen Atlantik und im östlichen Pazifik Hurrikans genannt. Im Atlantik könnte die Hurrikansaison – von Juni bis November – dieses Jahr nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA eine der heftigsten überhaupt werden.

(L'essentiel/SDA)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.