Erste Hilfe in Genua

21. August 2018 07:00; Akt: 21.08.2018 16:23 Print

«Ich bin da ... bleib am Leben!»

Nach dem Brückeneinsturz in Genua war Ale Cordova als einer der Ersten bei den Opfern. Ein Video zeugt von den dramatischen Minuten nach der Katastrophe.

Ale Cordova war einer der Ersten, der zu den Opfern rannte. (Video: Tamedia/TPI)

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Im strömenden Regen ging Alejandro Cordova nach draußen – das laute Dröhnen vom Einsturz der Morandi-Brücke in Genua hatte ihn aufgeschreckt. Aus der Distanz filmt Cordova zunächst mit seinem Handy. «Die Brücke ist nicht mehr da, die Brücke ist eingestürzt. Es ist unglaublich!», hört man ihn sagen.

Zusammen mit Freunden nähert er sich langsam der Szene – bis er richtig begreift, wie folgenschwer das Unglück war. «Schaut, alles ist heruntergefallen, alles ist zerstört, all die Autos», schreit er, während er jetzt zur Unfallstelle rennt. Die Männer müssen über einen Zaun klettern, Cordova steckt das Handy in seine Hosentasche. Das Bild wird schwarz, die Geräusche werden aber weiterhin aufgenommen.

Ein Opfer unter den Trümmern

«Oh mein Gott, oh mein Gott, was kann ich tun? Gebt mir eine Hand!», sagt er mit verzweifelter Stimme. «Hier sind Menschen zerquetscht. Ruft eine Ambulanz! Ruft eine Ambulanz!», schreit Cordova jetzt. Im Hintergrund sind schon die ersten Sirenen zu hören.

Dann entdeckt Cordova ein lebendes Opfer unter den Trümmern. «Hey, bist du alleine? Ich bin jetzt da ... bleib am Leben!», sagt er. Dann hört man, wie die Sirenen der Feuerwehr und der Krankenwagen schon viel näher sind.

(L'essentiel/kle)

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