Mexiko

16. Dezember 2019 10:18; Akt: 16.12.2019 10:21 Print

«Ich wollte ein Psychopath sein und gnadenlos töten»

Ein Killer eines mexikanischen Drogen-Kartells packt aus: Der Mann will über 100 Menschen getötet haben. Nun ist er als Verräter auf der Flucht.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der heute etwa 24 Jahre alte Mann wurde mit 17 vom Kartell Guerreros Unidos im Bundesstaat Morelos rekrutiert und durchlief eine Ausbildung zum Killer (Sicario), wie er im Interview mit der «New York Times» verriet. «Ich wollte ein Psychopath sein und gnadenlos töten. Ich wollte der meistgefürchtete Sicario der Welt werden», sagte er.

Als erstes musste er in einer Gruppe mit der Machete eine Leiche zerteilen – wer es nicht tat, wurde vor Ort erschossen. «Sie nahmen mir alles weg, was menschlich war», sagt der Mann heute.

Über 100 Menschen ermordet

Es folgten echte Morde an Gegnern des Kartells – bis er 22 war, berichtet er, habe er für die Guerrereros und später Los Rojos weit über 100 Menschen ermordet, vor allem Rivalen von anderen Gruppen. Die wenigsten Taten gingen ihm nach, sagt er – nur das Gesicht eines unschuldigen Studenten, der um sein Leben bettelte, den er aber auf Geheiß seines Chefs töten musste, verfolge ihn noch heute.

Dann wurde er 2017 verhaftet. Ihm drohten 200 Jahre Gefängnis – doch der lokale Polizeichef zog es vor, ihn als Informanten für sein eigenes Programm einzusetzen. «Ich musste nicht lange überlegen, um mich zu entscheiden», sagt der Mann im Interview.

Der Killer erwies sich als Goldgrube – seine Infomationen führten zu über 100 Verhaftungen, die Todesrate in Morelos sank. Doch dann wurde der Polizeichef abberufen – und der Sicario verlor seinen Schutz. Seit da ist er auf der Flucht. Aus Rache wurde bereits sein Bruder von seinem Ex-Kartell erschossen.

(L'essentiel/trx)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.