Lavaströme auf Hawaii

31. Mai 2018 22:46; Akt: 31.05.2018 22:51 Print

«Ihr riskiert, abgeschnitten zu werden»

Wegen des Vulkanausbruchs auf Hawaii haben die Behörden zur Evakuierung eines weiteren Gebietes in der Umgebung des Kilauea aufgerufen.

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Aus mehreren durch den Vulkanausbruch verursachten Rissen dringe weiter Lava und bewege sich auf die Gegend von Kapoho zu, teilte die Zivilschutzbehörde auf Big Island mit.

Deswegen seien die Bewohner von Kapoho Beach Lots und Vacationland aufgerufen, das Gebiet zu verlassen. «Ihr riskiert, durch die Lavaströme von der Außenwelt abgeschnitten zu werden», hieß es weiter.

Für wie viele Menschen die Evakuierungsempfehlung galt, blieb zunächst offen. In Kapoho und Vacationland hat es laut CNBC rund 500 Häuser, die meisten davon Ferienhäuser.

Zuvor hatten die Behörden mitgeteilt, dass Lava eine größere Straße unpassierbar gemacht und einen Stromausfall verursacht habe. Die Bewohner der Region wurden angehalten, sich via Radio auf dem Laufenden zu halten.

Mann tagelang «von Lava umschlossen»

Anwohner Allen Bertram weiß, wie wichtig es ist, informiert zu bleiben und dem Evakuierungsaufruf der Behörden Folge zu leisten. Bertram tat dies nämlich nicht – und musste mehrere Tage abgeschnitten von der Außenwelt in einer Garage ausharren, «umgeben von Lava», wie er dem Sender ABC News berichtet.

«Aus meinem Schlafzimmer sah ich, wie die Lava auf mich zufloss. Als ich zur Straße schaute, hatte sie sich in einen Fluss verwandelt», erzählt er dem Sender ABC News. «Ich hatte keine Zeit, irgendetwas zu retten, die Lava floss schon hinein.»

Er rettete sich in die Garage seiner Nachbarn, die dem Evakuierungsaufruf nachgekommen waren. Fast eine Woche harrte er dort aus, bevor Rettungskräfte ihn aus der Luft entdeckten. «Ich dachte, ich sei tot», so Bertram. Heute wünscht er sich, er hätte rechtzeitig auf die Behörden gehört und Zeit gehabt, seine Sachen zu packen. «Es hat mir gar nicht gebracht, dass ich geblieben bin», sagt er. «Aber ich bin froh, am Leben zu sein.»

Erdbeben der Stärke 4,5

Am Mittwoch wurde am Kilauea ein Erdbeben der Stärke 4,5 registriert, das für Anwohner deutlich zu spüren war. Eine Tsunami-Warnung wurde aber nicht ausgegeben.

Rund 2000 Bewohner mussten bereits ihre Häuser verlassen. 71 Häuser wurden durch den Vulkanausbruch zerstört. Die aus dem Kilauea austretende Lava bedeckt mittlerweile eine Fläche von knapp zehn Quadratkilometern, die meisten Lavaströme enden im Meer.

Der Kilauea im US-Bundesstaat Hawaii ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und war am 3. Mai erneut ausgebrochen.

(L'essentiel/gux/afp)

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