416 Schiessereien 2019

31. Dezember 2019 07:49; Akt: 31.12.2019 07:57 Print

In den USA gab es mehr als ein Massaker pro Tag

Massenschießereien in den USA erreichten im Jahr 2019 ein Rekordhoch. Zwei der tödlichsten Vorfälle ereigneten sich im August innerhalb weniger Stunden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es ist ein Rekordwert, der nur schwer zu fassen ist: 416 Massenschießereien ereigneten sich im Jahr 2019 (Stand 30. Dezember, 16 Uhr) in den USA. Laut einer Statistik des Gun Violence Archive hat es bisher in keinem anderen Jahr so viele Massenschießereien gegeben.

Als sogenannte «mass shootings» gelten Vorfälle von Waffengewalt mit mindestens vier Toten, an einem Ort, zur gleichen Zeit. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 gab es 337 Massenschießereien, im 2017 waren 346. Zu Beginn der Aufzeichnungen im 2014 waren es nur 269 Schießereien gewesen.

Unter den schlimmsten Vorfällen in diesem Jahr gehören, das Massaker Anfang August in einer Walmart-Filiale in El Paso an der Grenze zu Mexiko. Dort hatte ein 21-Jähriger das Feuer eröffnet und 22 Menschen getötet. Nur wenige Stunden später schoss in Dayton, Ohio, der 24-jährige Connor Betts um sich und tötete neun Menschen, darunter auch seine Schwester Megan (22) und deren Freund. Ende August tötete dann ein vorbestrafter Schütze im texanischen Odessa sieben Menschen.

Dem Gun Violence Archive zufolge gab es zwischen 1. Januar und 25. Dezember 2019 insgesamt 38.631 Waffentote – dazu gehören neben Morde auch Suizide und Unfälle.

Die Politik will keine Änderungen der Gesetze

Die zunehmenden Gewaltverbrechen fachen immer wieder die Debatten über das Waffenrecht in den USA und dessen Reform an. Denn im Land kommt es immer wieder vor, dass in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten Menschen durch Schüsse getötet werden. Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere – vor allem, weil die Republikaner von US-Präsident Donald Trump dagegen sind.

Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA bekämpft vehement jeden Versuch, Waffenbesitz stärker zu regulieren. Auch Trump ist gegen eine Einschränkung des Rechts auf Waffenbesitz, das in der US-Verfassung verankert ist.

(L'essentiel/kle)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.