Alter Aberglaube

19. März 2019 10:05; Akt: 19.03.2019 10:05 Print

In diesem Dorf darf kein Mensch geboren werden

In einem Dorf in Ghana dürfen Schwangere keine Kinder zur Welt bringen. Der Grund ist ein alter Aberglaube. Für die Frauen bedeutet das große Probleme und starke Schmerzen.

storybild

«Wenn du dich an das Verbot hältst, ist alles gut», sagt der Dorf-Älteste.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Dorf Mamfe Dove liegt in Ghana (Westafrika) und hat seine ganz eigenen Traditionen. Denn niemand, der hier wohnt, ist auch hier geboren. Und das hat auch einen guten Grund. Dem Glauben der Bewohner nach, sei das Dorf nämlich als heiliges Land von den Göttern ausgewählt.

Schwangere dürfen ihre Kinder also in Mamfe Dove auf keinen Fall zur Welt bringen. Für die Götter wäre hier eine Geburt eine Beleidigung, so die Einwohner. Für die hochschwangeren Frauen ist dieser Aberglaube mit großen Problemen und starken Schmerzen verbunden. Sie müssen für die Geburt extra in eine Klinik in den angrenzenden Dörfern fahren.

In den Nachbardörfern wurde das Verbot nämlich längst aufgehoben. Die Frauen in Mamfe Dove wollen nun gegen das Gesetz vorgehen und leisten immer mehr Widerstand.

Anführer wollen Verbot nicht lockern

Doch die Anführer des Dorfes sehen keinen Grund, das Verbot zu lockern oder gar aufzuheben. «Wenn du dich an das Verbot hältst, ist alles gut. Deswegen sind wir heute hier», wird der Dorf-Älteteste von der BBC zitiert.

In Mamfe Dove gibt es aber noch weitere Verbote. So dürfen die Bewohner hier keine Menschen begraben oder Tiere gezüchtet werden.

(L'essentiel/wil)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spermaspritzverbot am 20.03.2019 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    sicherlich ist es auch eine Beleidigung für die Götter, Frauen zu schwängern im Dorf oder ist das Verbot wieder mal nur gegen Frauen gerichtet, damit die Männer hinter ihnen herhetzen können um sie zu beleidigen u zu unterdrücken, weil sie Frauen sind ?! Das Spermagespritze der Männer muss auch verboten werden in so einem 'sauberen' Gottesdorf!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Spermaspritzverbot am 20.03.2019 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    sicherlich ist es auch eine Beleidigung für die Götter, Frauen zu schwängern im Dorf oder ist das Verbot wieder mal nur gegen Frauen gerichtet, damit die Männer hinter ihnen herhetzen können um sie zu beleidigen u zu unterdrücken, weil sie Frauen sind ?! Das Spermagespritze der Männer muss auch verboten werden in so einem 'sauberen' Gottesdorf!