3 Tote, 12 Verletzte

25. Juli 2018 12:29; Akt: 25.07.2018 12:30 Print

IS reklamiert Angriff von Toronto für sich

In einem belebten Teil der kanadischen Stadt Toronto kam es zu einer Schießerei. Drei Menschen starben, zwölf weitere wurden verletzt.

Anwohner hörten die Schüsse im Stadtteil Greektown. (Video: Tamedia/Storyful)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat den tödlichen Angriff in Toronto für sich reklamiert. Über sein Propaganda-Sprachrohr Amaq ließ der IS am Mittwoch verbreiten, «einer der Soldaten des Islamischen Staates» habe den Angriff verübt.

Bei einer Schießerei wurden am Sonntagabend drei Menschen getötet, zwölf weitere wurden verletzt. Unter den Toten war auch der mutmaßliche Täter, der nach Angaben der Ermittler nach einem Schusswechsel mit der Polizei tot aufgefunden wurde. Das Tatmotiv war zunächst unklar.

Ein Zeuge, Andrew Mantzios, trank mit Freunden Kaffee auf dem Danforth Square, als er die Schüsse hörte. «Ich drehte mich um und sah den schwarz gekleideten Bewaffneten. Er hatte diesen schrecklichen Ausdruck in seinem Gesicht» , sagte er gegenüber der «The Globe and Mail».

Der 29-jährige Angreifer habe gegen 22.00 Uhr Ortszeit auf der Danforth Avenue im griechischen Viertel mehrfach auf Menschengruppen geschossen, teilten Sonderermittler am Montag mit. Polizisten hätten den Mann an einer Kreuzung gestellt, wo es einen Schusswechsel gegeben habe. Daraufhin sei der Mann geflohen und auf der Danforth Avenue tot aufgefunden worden.

«Es gab viele Schüsse»

Die Sonderermittler sind an der Untersuchung beteiligt, weil zunächst unklar war, ob der Schütze von Polizisten erschossen wurde oder sich selbst das Leben nahm.

Torontos Polizeichef Mark Saunders hatte am Sonntagabend (Ortszeit) zunächst mitgeteilt, eine junge Frau sei getötet worden und ein junges Mädchen schwebe in Lebensgefahr. Er sprach von 13 Verletzten.

Anwohner berichteten von einer Serie von Schüssen, gefolgt von den Schreien davonlaufender Menschen. «Es gab viele Schüsse. Es wurde geschossen, dann gab es eine Pause, dann neue Schüsse und wieder eine Pause», zitierte die Zeitung «The Globe and Mail» John Tulloch, der zum Tatzeitpunkt gerade in dem Viertel spazieren ging. «Es müssen 20, 30 Schüsse gewesen sein. Es war viel. Wir sind nur noch gerannt.»

Trudeau spricht von «Tragödie»

Andreas Mantzios, ein weiterer Zeuge, sagte «Global News», der Täter habe mit seiner Schusswaffe auf eine junge Frau gezielt, die weggelaufen sei, und habe weiter auf sie geschossen, als sie am Boden lag.

In einem vorübergehend im Internet kursierenden Video sei ein schwarz gekleideter Mann zu sehen gewesen, der auf ein Restaurant zugegangen sei und durch das Fenster geschossen habe, berichtete der Sender Radio Canada.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, er sei in Gedanken bei den Opfern der «Tragödie, die vergangene Nacht auf der Danvorth Avenue stattgefunden hat».

(L'essentiel/chk/sil/sda/afp)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.