Kein Einzelfall

23. September 2021 10:16; Akt: 23.09.2021 11:32 Print

Junge wegen USB-​​Kabel im Penis in Notaufnahme

Nachmachen sollte man ihm dies unter keinen Umständen: Weil er wissen wollte, wie lang sein Glied ist, griff ein 15-jähriger Brite zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.

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Den eigenen Körper zu erforschen, gehört zum Erwachsenwerden dazu. Doch manche Erkundungen gehen zu weit. Das zeigt der Fall eines jungen Briten. Die eingehende Beschäftigung mit seinem Penis brachte ihn in die Notaufnahme. Denn um Maß zu nehmen, hatte er – statt zu einem Lineal oder Maßband zu greifen – ein verknotetes USB-Kabel zweckentfremdet und dort hineingeschoben, wo es definitiv nicht hingehört: in seine Harnröhre.

Der 15-Jährige hatte zunächst versucht, den Fremdkörper selbst zu entfernen. Doch das schlug fehl. Und nicht nur das: Weil er dabei eine Menge Blut verlor, das sich mit seinem Urin mischte, verschlimmerte sich die Situation auch noch. Der Gang zum Arzt war unausweichlich.

Erste Entfernungsversuche schlugen fehl

Dort präsentierte sich den Medizinerinnen und Medizinern ein erschreckendes Bild: «Die Enden des USB-Kabels ragten aus dem äusseren Harnröhrengang heraus, während der mittlere Teil des verknoteten Kabels in der Harnröhre verblieb», berichten sie im Fachjournal «Urology Case Reports». Abgesehen davon sei der Junge gesund gewesen. «Der Patient war ein ansonsten fitter Junge ohne psychische Störungen.»

Das Team versuchte zunächst, das USB-Kabel mittels einer sogenannten Zystoskopie – dabei wird ein Metallstab in den Penis geschoben, um das Kabel herauszuziehen – und einer chirurgischen Erweiterung der Harnröhre, zu entfernen. Doch beide Versuche schlugen fehl, da das Kabel verknotet war (siehe Bildstrecke).

Mediziner entfernten schon Nadeln, Drähte und sogar Pistazienschalen

Die Ärztinnen und Ärzte entschieden sich zu einer Operation: Während dieser schnitten sie die Region zwischen der Peniswurzel und dem Anus auf. «Beide Enden des Drahtes wurden erfolgreich durch den äusseren Harnröhrengang herausgezogen», kommentieren sie das Unterfangen. Dem Fallbericht zufolge hat sich der 15-Jährige gut erholt und konnte bald darauf aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Autorinnen und Autoren weisen weiter darauf hin, dass solche Fälle im urologischen Alltag eher ungewöhnlich, aber keineswegs unbekannt sind. «Das Einführen einer Vielzahl von Gegenständen ist gut dokumentiert.» So hätten unter anderem schon Nadeln, Stifte, Eisendrähte und sogar Pistazienschalen entfernt werden müssen. Meist würden die Fälle mit Rauschzuständen, psychischen Störungen und, wie in diesem Fall, mit sexueller Neugier in Verbindung gebracht.

Tatsächlich berichteten Forschende aus den USA erst kürzlich im Fachjournal «Urology Case Reports» von einem 30-Jährigen, der sich aus Experimentierfreude beim Liebesspiel sechs Bohnen in den Penis geschoben hatte. In der Vergangenheit wurden auch immer wieder Fälle bekannt, in denen USB-Kabel derart zweckentfremdet wurden. Etwa der eines 60-jährigen Chinesen und der eines 13-Jährigen aus China.

(L'essentiel/Fee Anabelle Riebeling)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mamamia am 23.09.2021 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich Leute man braucht das Ding nicht aufzuladen der läuft ganz ohne Strom. Sachen gibt's!

  • JP am 23.09.2021 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schön, wenn dummheit sofort bestraft wird.

  • Lilalo am 23.09.2021 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ma wei blöd ass dat dann.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lilalo am 23.09.2021 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ma wei blöd ass dat dann.

  • JP am 23.09.2021 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schön, wenn dummheit sofort bestraft wird.

  • Mamamia am 23.09.2021 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich Leute man braucht das Ding nicht aufzuladen der läuft ganz ohne Strom. Sachen gibt's!