Referendum angenommen

21. Oktober 2020 10:16; Akt: 21.10.2020 10:15 Print

Kanadische Stadt will nicht mehr Asbest heißen

Die Stadt Asbestos in Kanada will einen neuen Namen. Die Bezeichnung nach dem gesundheitsschädigenden Dämmstoff sei wirtschaftsschädigend.

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Jahrzehntelang war die Stadt Asbest kanadischen Quebec eines der wichtigsten Fördergebiete für – Sie erraten es – Asbest. Irgendwann stellte man dann aber fest, dass Asbest nicht nur ein großartiger Dämmstoff ist, sondern auch Lungenkrebs auslöst. Das Material wurde in vielen Ländern weltweit verboten und die Stadt Asbest blieb auf einem Namen hängen, der in Verruf geraten war.

Jetzt heißt Asbest neu Val-des-Sources (Tal der Quellen). Das hat die Bevölkerung des in der französischsprachigen Region Quebec liegenden Ortes am Montag entschieden, wie die Stadt auf ihrer Website mitteilt. Insbesondere wirtschaftliche Gründe sollen dazu den Ausschlag gegeben haben: In den vergangenen Jahren hatten mehrere Unternehmen eine Investition in Asbest abgelehnt, weil sie wegen des Namens Reputationsschäden befürchteten.

51.5 Prozent der 2796 Stimmberechtigten haben demnach für den Namenswechsel gestimmt. Es gab aber auch Widerstand dagegen. Auf Facebook schreibt etwa ein User: «Mich hat der Name Asbest immer an meine verstorbenen Großeltern erinnert.» Andere finden, für sie würde Asbest trotz des Namenswechsels «immer Asbest bleiben».

(L'essentiel/Nicolas Saameli)

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