Bergisch Gladbach

26. Mai 2020 16:33; Akt: 26.05.2020 16:39 Print

Kindesmissbrauch – Soldat muss 10 Jahre ins Gefängnis

Im Missbrauchsfall in Bergisch Gladbach ist ein 27-Jähriger Soldat am Dienstag zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann wurde in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen.

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In einem Kindesmissbrauchs-Komplex in der westdeutschen Kleinstadt Bergisch Gladbach wurde am Dienstag das Urteil gefällt. Angeklagt ist ein 27-jähriger Mann. Er soll vier kleine Kinder in insgesamt 36 Fällen missbraucht haben – zwei Mal zusammen mit einem Chat-Partner, der in einem anderen Verfahren angeklagt ist. Der Soldat sei für die Allgemeinheit gefährlich, stellte die Staatsanwaltschaft bei der Anklageverlesung fest. Der Angeklagte bezeichnete die verlesenen Vorwürfe als weitgehend richtig. Der Soldat wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er wurde eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen.

Opfer des Angeklagten, der mit seiner Familie im niederrheinischen Kamp-Lintfort lebte, waren laut Anklage vor allem der kleine Stiefsohn und die leibliche Tochter. Der Mann soll für die Taten überwiegend die Zeit genutzt haben, in der seine Frau arbeiten war. Zu den Opfern sollen auch die Tochter des Chat-Partners aus Bergisch Gladbach gehören und seine eigene kleine Nichte. Beim Übergriff auf seine Nichte hatte sich der Mann nach früheren Angaben schon selbst angezeigt, verhaftet wurde er aber erst im Oktober. Daneben soll der Angeklagte in drei Fällen Videos und Bilder von den Taten hergestellt haben.

Bundesweite Ermittlungen

Die Ermittlungen zu einem deutschlandweiten Kinderporno-Tauschring hatten in Bergisch Gladbach begonnen und erstrecken sich mittlerweile auf sämtliche Bundesländer. Allein in Nordrhein-Westfalen wird gegen über 20 Verdächtige ermittelt.

Ende April hatte der landesweit erste Prozess in Mönchengladbach gegen zwei 39 Jahre alte Männer begonnen. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft am Landgericht Kleve Anklage gegen einen weiteren Beschuldigten erhoben.

(L'essentiel/SDA)

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