Österreich

21. November 2019 20:49; Akt: 21.11.2019 20:57 Print

Kita schließt nach Missbrauchvorwürfen

Pädophile Handlungen, Zwangsfütterung: Nach schweren Missbrauchsvorwürfen musste eine Kinderbetreuungseinrichtung in Österreich mit sofortiger Wirkung schließen.

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Missbrauchsvorwürfe gegen einen privaten Kindergarten im südlichen Niederösterreich beschäftigen seit Wochen die Staatsanwaltschaft, das Landeskriminalamt sowie das Land Niederösterreich. Die Aufsichtsabteilung des Landes hatte die Einrichtung im Industrieviertel vorerst unter Aufsicht gestellt. Nun wurde der Kindergarten aber geschlossen.

In der Einrichtung soll es über Monate hinweg zu «psychischer und physischer Gewalt» gegen die Kleinen gekommen sein. Neben pädophilen Handlungen soll ein Junge auch während des Essens am Sessel festgehalten und zwangsweise gefüttert worden sein. Einige Kinder, die sauber waren, wären während der Zeit im Kindergarten zu Bettnässern geworden. Weil das auch in der Einrichtung passierte, seien sie zur Strafe in den nassen Sachen gelassen worden, berichteten betroffene Eltern.

Bewilligung entzogen

«Wir haben dem Verein, der die private Tagesbetreuungseinrichtung führt, die Betriebsbewilligung entzogen», sagte Marion Gabler-Söllner gegenüber dem Portal Niederösterreichische Nachrichten.

Im Zuge von durchgeführten Kontrollen sei das Land zu dem Ergebnis gekommen, dass «die Erzählungen der Eltern und deren Kinder als glaubwürdig eingestuft werden könnten. Eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung wurde bereits an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt übermittelt», so «Heute.at».

Die Betreiber weisen die Vorwürfe zurück, es gilt die Unschuldsvermutung.

(L'essentiel/kle)

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  • Julie am 22.11.2019 08:46 Report Diesen Beitrag melden

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