Abhängigkeit besiegt

08. Januar 2021 16:52; Akt: 08.01.2021 17:01 Print

Kokainsüchtiger wird dank Corona-​​Lockdown clean

Im Alter von 15 Jahren begann Jonathon Macleod zu koksen. Knapp zehn Jahre lang bestimmt die Droge sein Leben – bis die Pandemie kam.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Heute ist Jonathon Macleod clean. Nach Jahren der Sucht, die ihn letztendlich fast in den Suizid getrieben hätte, schaffte es der heute 24-Jährige, sich vom Kokain zu lösen. Geholfen hatte ihm dabei der Corona-Lockdown, wie er dem Portal Unilad erzählt. Diesen Ausschluss aus dem öffentlichen Leben habe er gebraucht, um die Sucht zu besiegen.

Zunächst habe er befürchtet, aus reiner Langeweile wieder zum Koks zu greifen. Doch war er der Typ, der im Pub und beim Fußballschauen konsumierte. Diese Möglichkeit hatte der Schotte aufgrund des Lockdowns nicht mehr. Stattdessen nahm er erfolgreich an einem Entzugsprogramm teil. Ohne Ablenkungen hatte er Zeit, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. «Es war nicht einfach, aber es ist viel einfacher als das Leben, das ich davor geführt habe», so Macleod.

Am Anfang war die Droge ein Kick für ihn. Im Alter von 15 Jahren zog er die weißen Linien zum ersten Mal. Seither hatte Kokain mehrheitlich sein Leben bestimmt. Seine Beziehung zu seiner Freundin und seiner Familie war extrem belastet und er machte sich Sorgen darüber, wie er den Dealer bezahlen sollte.

Bald wurde er von Depressionen und Schuldgefühlen geplagt. Er habe manchmal mit ganzer Willenskraft versucht aufzuhören, wurde aber immer wieder rückfällig: «Oft habe ich geweint, während ich gekokst habe.»

Über seine Sucht zu sprechen und zuzugeben, dass er Hilfe braucht, habe sein Leben gerettet. Auch heute, nach dem Entzug, weiß er, dass sein Weg noch nicht zu Ende ist und er jeden Tag an sich arbeiten muss.

(L'essentiel/Katja Fässler)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wuffel am 08.01.2021 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @edsi6 Leit keinten am Lockdown jo och mol richteg liesen an schreiwen leieren, dann keinten d‘Leit jo och mol vläit verstoen waat se do schreiwen!

  • edsi6 am 08.01.2021 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo en Mensch dem Liewen nach en werd hued, hoffe datt Leit dem ich change gin enger Aarbecht no se kommen, well et ginn der nett vill déi datt do schaffen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wuffel am 08.01.2021 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @edsi6 Leit keinten am Lockdown jo och mol richteg liesen an schreiwen leieren, dann keinten d‘Leit jo och mol vläit verstoen waat se do schreiwen!

  • edsi6 am 08.01.2021 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo en Mensch dem Liewen nach en werd hued, hoffe datt Leit dem ich change gin enger Aarbecht no se kommen, well et ginn der nett vill déi datt do schaffen