Katastrophe im Libanon

06. August 2020 15:08; Akt: 06.08.2020 15:08 Print

Kreuzfahrtschiff durch Beirut-​​Explosion gesunken

Die «Orient Queen» befand sich während der Detonation im Hafen in nächster Nähe. Zwei Besatzungsmitglieder starben, sieben weitere wurden verletzt.

storybild

Das Satellitenbild des Beiruter Hafens zeigt das Wrack der «Orient Queen». (Bild: picture desk)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Früher war das 1989 fertiggestellte Schiff auch in Deutschland unterwegs. Unter Flagge der Bahamas unternahm das 121 Meter lange Kreuzfahrtschiff in den letzten Jahren wöchentliche Rundfahrten durch das östliche Mittelmeer. Bei der Explosion wurde das Schiff zunächst sehr stark beschädigt. Nach und nach drang mehr und mehr Wasser ins Innere, was schließlich zur Schieflage und anschließendem Versinken führte.

«Leider wurde das Schiff, das im Hafen von Beirut anlegte, vor dem Eindringen des Wassers schwer beschädigt. Alle Rettungsbemühungen waren erfolglos», erklärte die libanesische Kreuzfahrtgesellschaft Abou Merhi Cruises, in dessen Auftrag das Schiff unterwegs war. Das Unternehmen trauert um die Opfer auf dem Schiff und in den umliegenden Gebieten.

Nahezu stündlich werden neue Zahlen berichtet, momentan dürfte die Zahl der Todesopfer zwischen 135 und 145 liegen, unzählige Menschen werden allerdings immer noch vermisst. Gesundheitsminister Hassan Hamad schätzt die Zahl der Verletzten auf über 5000, rund 300000 weitere dürfte aufgrund der Schäden durch die Druckwelle aktuell obdachlos sein. Für die Hauptstadt des Libanons gilt deswegen jetzt ein zweiwöchiger Ausnahmezustand. Die für das Unglück verantwortlichen Beamten wurden von der Armee unter Hausarrest gestellt.

(L'essentiel/leo)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.