Biber-Attacke

30. Juli 2019 12:41; Akt: 30.07.2019 18:48 Print

Labrador trifft auf Biber – und zieht den Kürzeren

Eine Abkühlung endete für Labrador «Quapo» in der Tierklinik. Der Hund wurde von einem Biber attackiert.

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William Roth machte am Samstagnachmittag in Aarau in der Schweiz einen Spaziergang mit dem Labrador seiner Tochter. Da es ein sehr heißer Tag war, ließ er den 12 Jahre alten «Quapo» zur Abkühlung in einen Fluss springen. «Ich hörte ein seltsames Geräusch. Ich habe ein paar Sekunden gebraucht, bis ich bemerkte, dass ein Biber im Wasser war», sagt Roth.

«Quapo» sei dem Biber hinterhergeschwommen. «Meiner Meinung nach wollte er ihn lediglich beschnüffeln, und der Nager hat dies womöglich als Angriff interpretiert.» Der Biber habe sich umgedreht und die beiden seien Nase an Nase gewesen. «Ich habe laut zu schreien begonnen», so Roth. Doch das nützte nichts: Der Biber attackierte den Labrador und biss ihn mehrmals.

«Ich habe noch nie so einen großen Biber gesehen – ein richtiges Monstervieh», sagt Roth. Erst nach zehn bis 15 Sekunden habe sich der Hund vom Biber losreißen können und sei jaulend ans Ufer geschwommen. «Es hat mir fast das Herz gebrochen. Er war mit Bisswunden übersät.»

Insgesamt 16 Bisswunden

Anschließend fuhr der 60-Jährige sofort mit «Quapo» in die Tierklinik, wo der Labrador die Nacht verbringen musste. «Insgesamt mussten 16 tiefe Bisswunden genäht werden.» Jetzt sei der Hund wieder zu Hause und es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. «Der Vorfall hat die ganze Familie sehr mitgenommen. Wir sind sehr froh, dass nicht noch etwas Schlimmeres passiert ist», sagt Roth.

Für Erwin Osterwalder, Spezialist für Jagd und Fischerei, ist die Attacke des Bibers grundsätzlich nachvollziehbar: «Gerade im Frühjahr und Sommer, wenn die Biber Nachwuchs bekommen haben, könnten sie sich bei der Annäherung durch Hunde oder Menschen bedroht fühlen und sich verteidigen», sagt Osterwalder. Ein anderer Grund könnte sein, dass der Biber, der sehr reviertreu ist, sein Revier gegen vermeintliche Artgenossen verteidigt. Man solle die Nager einfach in Ruhe lassen und auf keinen Fall auf sie zuschwimmen.

Normalerweise sind die Biber laut Osterwalder eher in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. «Jedoch kann es durchaus einmal vorkommen, dass sie schon während des Tages auftauchen.»

(L'essentiel/lar)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia am 30.07.2019 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gëf seier ërem gesond Quapo ...

  • Bully am 30.07.2019 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Daat do wor lo een Biber,ech wöll net wössen wie daat bei enger Attack vun engem Wollef ausgeseit. Anscheinend laafen Böscher jo voll!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bully am 30.07.2019 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Daat do wor lo een Biber,ech wöll net wössen wie daat bei enger Attack vun engem Wollef ausgeseit. Anscheinend laafen Böscher jo voll!!

    • Niemand am 30.07.2019 16:59 Report Diesen Beitrag melden

      Waat e Knascht . . . géi du mol weider schlofen. -_-

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  • Pia am 30.07.2019 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gëf seier ërem gesond Quapo ...