Obdachlosigkeit

08. November 2019 14:44; Akt: 08.11.2019 14:45 Print

Las Vegas verbietet Schlafen auf der Straße

Die Glücksspiel-Metropole verhängt künftig eine Geldstrafe von 1000 Dollar, wenn jemand auf der Straße schläft.

storybild

In der US-Casino-Metropole Las Vegas ist es ab sofort bei Strafe verboten, auf der Straße zu schlafen. Kritiker sehen eine zynische Gesetzgebung gegen Obdachlose. (Bild: picturedesk.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Angesichts einer wachsenden Zahl von Obdachlosen hat die US-Casino-Metropole Las Vegas ein umstrittenes Gesetz erlassen, das Schlafen auf der Straße mit hohen Geldstrafen oder sogar Haft bestraft.

Am Sonntag tritt das Verbot in Kraft, die Strafen sollen ab Februar 2020 verhängt werden. Sie reichen von einer Geldstrafe in Höhe von 1000 Dollar (umgerechnet etwa 900 Euro) bis zu sechs Monaten Haft.

Die Regelung gilt für Wohngebiete von Las Vegas und das Stadtzentrum, aber nicht für den «Strip», die berühmte Casinomeile der Stadt im Bundesstaat Nevada. Das Gesetz soll nicht an Tagen angewendet werden, an denen die Obdachlosenheime der Stadt voll sind.

Das Gesetz stößt trotzdem auf heftigen Protest. Wie örtliche Medien berichteten, demonstrierten während seiner Verabschiedung am Mittwochabend Kritiker vor dem Rathaus. Sie riefen «Unterkünfte, nicht Handschellen» und hielten Schilder mit Aufschriften wie «Armut ist kein Verbrechen» in die Höhe.

Auch aus anderen Teilen der USA wurde Kritik laut, darunter von mehreren Präsidentschaftsbewerbern der Demokraten. Die Bürgermeisterin von Las Vegas, Carolyn Goodman, verteidigte die Maßnahme. Das Verbot sei notwendig, da Las Vegas in besonderem Maße vom Tourismus abhängig sei. Außerdem werde auf diese Weise «die Gesundheit und Sicherheit der gesamten Gemeinde» geschützt.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sputnik am 09.11.2019 08:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Las Vegas die Stadt der reichen. Und es sind diese faulen reichen die dort das Gesetz machen! Bestes Vorbild, das schleimige Oberhaupt der Staaten.

  • Chico @ sputnik am 10.11.2019 15:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also die gleiche konstelation wie in luxemburg die reichen mafisos machen die gesetze.

  • Warum? am 08.11.2019 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe ich nicht, die Obdachlosen sollten doch gar kein Hab und Gut mehr haben, wie sollen sie dann Strafen bezahlen? Gehen sie halt in den Bau, da bekommen sie eine warme Mahlzeit und ein trockenes Bett zu Verfügung gestellt.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Crazy Donald am 11.11.2019 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Frau. Fast so gut wie ihr Präsident.

  • Léon am 10.11.2019 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Une bonne chose au Luxembourg on n’arrive même pas à régler le problème des mendiants ,la preuve d’un gouvernement faible.

  • Chico @ sputnik am 10.11.2019 15:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also die gleiche konstelation wie in luxemburg die reichen mafisos machen die gesetze.

  • sputnik am 09.11.2019 08:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Las Vegas die Stadt der reichen. Und es sind diese faulen reichen die dort das Gesetz machen! Bestes Vorbild, das schleimige Oberhaupt der Staaten.

  • Niemand am 08.11.2019 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Bei den Amis wundert mich das nicht . . . und noch weniger bei den Politikern . . .