Teuerster Kaffee der Stadt

28. Juni 2016 15:52; Akt: 28.06.2016 17:38 Print

Latte plus Oralsex: In Genf entsteht ein «Café Blowjob»

Ein Erotikunternehmer aus der Schweiz lässt mit einem neuen Lokalkonzept aufhorchen: In dem Café sollen Gäste nicht nur mit heißen Getränken verwöhnt werden.

storybild

In dem neuen Lokal soll es nicht nur beim Kaffeemachen heiß zur Sache gehen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Darf's noch etwas dazu sein, Monsieur? Vielleicht ein Blowjob?» – Wenn es nach dem Willen von Bradley Charvet geht, dann könnte sich dieser Dialog bald genauso abspielen. Charvet, der eine diskrete Escortfirma betreibt und eigentlich anders heißt, will in Genf ein Lokal der besonderen Art gründen. Kunden sollen sich dort zum Caf­fè Lat­te Oralsex dazu bestellen können. Das Verwöhnprogramm soll umgerechnet rund 55 Euro kosten und zehn Minuten dauern. «Das wäre der teuerste Kaffee in der Stadt», sagt der Erotikunternehmer.

«Studien haben gezeigt, dass Männer bessere Leistungen auf der Arbeit zeigen, wenn sie am Morgen befriedigt werden», erklärt Charvet der Schweizer Zeitung Le Matin. Er will mit dem Café vor allem gestresste Manager aus der Bankenmetropole am Genfer See ansprechen. Die Arbeit in seinem Lokal sollen Prostituierte verrichten, die Kunden via iPad auswählen können. Als Vorbild gibt Charvet ähnliche Lokale in Thailand an. In der französischsprachigen Schweiz wäre das «Café Pipe» («Café Blowjob») jedoch eine Neuheit.

Auch wenn Prostitution in der Schweiz an sich nicht strafbar ist, bringen sich Kritiker gegen das Vorhaben in Stellung. «Das Sexcafé entkriminalisiert die Zuhälterei und bringt das Fass zum Überlaufen», sagt ein Vertreter der französischen Organisation Mouvement du Nid. «Der Handel mit Sex ist ein gutes Geschäft. Diese Leute wissen ganz genau, dass sie damit provozieren.» Die zuständigen Behörden in Genf prüfen derzeit, ob sie dem Lokal eine Genehmigung erteilen wollen. Bis zum Ende des Jahres könnte das Etablissement dann erstmals Kunden verwöhnen.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.