In Australien

24. September 2020 09:42; Akt: 24.09.2020 09:51 Print

Letzte Rettungsversuche für Wale

An der Westküste der australischen Insel Tasmanien sind über 400 Wale gestrandet. Der Großteil der Wale ist bereits gestorben. Die Lage vor Ort ist besonders für die zahlreichen Helfer herausfordernd.

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Helfer unternehmen nach der Massenstrandung von mehr als 400 Walen auf der australischen Insel Tasmanien die letzten Rettungsversuche. Rund 20 Tieren soll dabei nach einer Einschätzung am Donnerstagmorgen Vorrang gegeben werden, wie örtliche Behörden mitteilten. Von den geschätzten rund 470 Grindwalen, die in dieser Woche an mehreren Stellen der Macquarie-Bucht im Westen der Insel strandeten, wurden demnach bislang 70 zurück ins Meer gebracht. Hunderte Tiere seien bereits verendet.

Bei den Zahlen handele sich um Schätzungen, die sich weiter verändern könnten, sagte Nic Deka von der zuständigen Behörde. Die Lage vor Ort gestalte sich schwierig. «Viele der Wale befinden sich unter der Wasseroberfläche, und deshalb haben wir uns nach Kräften bemüht, Zählungen durchzuführen, während wir prüfen, welche Tiere leben und welche tot sind.» Am Mittwoch hatte Deka von 380 toten Walen gesprochen.

Wale stranden in Tasmanien häufig

Die letzten Rettungsversuche sollen innerhalb der nächsten 24 Stunden abgeschlossen werden, danach werden sich die Helfer auf die Entsorgung der Kadaver konzentrieren. Vier Wale sollen nach einer Beurteilung durch einen Tierarzt eingeschläfert werden. «Das sind Tiere, denen wir eine Chance gegeben haben. Wir haben versucht, sie freizulassen, und das haben sie nicht gut überstanden», sagte der Biologe Kris Carlyon. Am Montag waren weit über 200 gestrandete Grindwale in der abgelegenen Macquarie-Bucht entdeckt worden, von denen rund ein Drittel bereits verendet waren. Zwei Tage später wurde nur wenige Kilometer entfernt eine zweite Gruppe von rund 200 gestrandeten Tieren gefunden. Carlyon sprach von der größten bisher vor Tasmanien verzeichneten Strandung.

In Tasmanien stranden Wale recht häufig, meist sind aber weit weniger Tiere betroffen. Zuletzt war in der Gegend eine kleinere Gruppe von Pottwalen an die Küste geraten.

(L'essentiel/SDA)

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