radioaktiv belastet

07. April 2020 11:54; Akt: 07.04.2020 11:54 Print

Löscherfolge bei Bränden in Tschernobyl-​​Zone

Bei den Waldbränden in der radioaktiv belasteten Sperrzone um den explodierten Atomreaktor des Kernkraftwerks Tschernobyl verzeichnet die Ukraine Löscherfolge.

Bei den Löscharbeiten sind 120 Feuerwehrleute und ein Löschhubschrauber im Einsatz.

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Die Feuerwehr konnte die brennende Fläche mehr als halbieren. Von ursprünglich 25 Hektar - das waren mehr als 35 Fußballfelder - stehen nun etwa noch 10 Hektar in Flammen, wie der Katastrophenschutz in Kiew am Dienstag mitteilte. Die Behörde versicherte erneut, dass es keine erhöhte Strahlung in den an die Sperrzone angrenzenden besiedelten Gebieten gebe.

Im Einsatz seien weiter 120 Feuerwehrleute und ein Löschhubschrauber. Die Brände waren am Samstag ausgebrochen. Die Polizei verdächtigt einen 27-Jährigen, für zumindest einen der beiden Brandherde verantwortlich zu sein. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten. Als Ursache wurde mehrfach Brandstiftung vermutet. Auch für geführte Touristen ist das Gebiet heute zugänglich.

Radioaktive Asche

Umweltexperten macht vor allem auch Sorgen, dass durch die Feuer radioaktive Asche vom Boden aufgewirbelt werden könnte. Nach der Explosion des Blocks vier im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 wurden radioaktiv belastete Landstriche um die Atomruine gesperrt. Viele Menschen starben damals oder wurden schwer verletzt. Zehntausende wurden nach der schwersten Katastrophe in der zivilen Nutzung der Atomkraft umgesiedelt. Viele leiden bis heute unter strahlungsbedingten Krankheiten.

Die neuerlichen Brände zeigten, welche unkontrollierbaren Gefahren auch Jahrzehnte nach dem Super-GAU noch von dem Unglücksreaktor ausgingen, sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl. Die Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Bundestag betonte: «Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie könnten wir auf solche Gefahren gut und gerne verzichten, denn der schwierige Löscheinsatz bürdet den ukrainischen Einsatzkräften weitere Belastungen auf.»

(L'essentiel/dpa)

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