Kippende Flieger

13. September 2019 19:47; Akt: 13.09.2019 19:55 Print

Lufthansa sperrt letzte Sitzreihe im A320 Neo

Im Airbus A320 Neo lässt die deutsche Airline die hintersten Sitze leer. Weil sonst – kein Witz – das Flugzeug kippen könnte. Auch die Swiss kennt das Problem.

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Das Wichtigste zuerst: Ja, ein Flugzeug kann tatsächlich nach hinten kippen. Das sieht dann so aus wie bei dieser DHL-Maschine:

Wegen etwaiger Kippgefahr beim Airbus A320 Neo hat die deutsche Airline Lufthansa den Verkauf von sechs Sitzplätzen ganz hinten in der Maschine gestoppt. Dadurch verlagert sich Schwerpunkt des Flugzeugs leicht nach vorn, wenn es voll besetzt ist. Die Lufthansa reagiert mit der Sperrung der Sitze auf einen Hinweis der europäischen Flugaufsichtsbehörde Easa.

Die Aufseher haben mitgeteilt, dass beim A320 Neo ein Sicherheitsrisiko bestehe. Das gilt aber nur bei bestimmten Konfigurationen des Fliegers in Kombination mit speziellen Manövern der Piloten, wie das Branchenmagazin «Aero Telegraph» berichtet. Ein Beispiel, wo Probleme auftauchen könnten, sind steile Durchstartmanöver.

Die Schwachstelle wurde im Simulator entdeckt. Auf einem realen Flug sei sie noch nie aufgetreten, heißt es bei der Easa.

Passagiere vor Gepäck

Die potenzielle Kippgefahr besteht aber nicht nur in der Luft, sondern auch auf dem Boden. Laut «Aviation Week» kann die Lufthansa bei gewissen A320-Neo-Maschinen das Gepäck aus dem vorderen Frachtraum erst dann ausladen, wenn keine Passagiere mehr an Bord sind. Sonst droht der Flieger aufs Heck zu kippen.

Die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss kennt die Gleichgewichtsprobleme beim Airbus A320. «Aufgrund der Thematik betreffend Schwerpunkt blockieren wir auf unseren Flugzeugen des Typs A320 je nach Fracht präventiv die letzte Sitzreihe», sagte eine Sprecherin zu L'essentiel. Die Sperrung erfolge allerdings nur bei bestimmten Beladungskonstellationen.

Auch am Boden wurden bei den Schweizern Vorkehrungen getroffen. Die Airline hat ein bestimmtes Ausladeverfahren definiert: So werden beispielsweise die hinteren Container vor den vorderen Containern entladen. «Mit diesen Maßnahmen haben wir die Thematik unter Kontrolle bekommen», so die Sprecherin.

(L'essentiel/vb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 14.09.2019 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass näischt neits, gouf et emmer. Je no Fracht Volume sin Setzer eidel bliww. Dofir gouf et d‘Fonktioun vum „loadmaster“

  • Jengi am 13.09.2019 20:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde eine Selektion der Passagiere vorziehen. Die Schlanken nach hinten und die Schweren nach vorne. Danach hätten die Passagiere Gesprächsstoff. (wo hast du gesessen?)

    einklappen einklappen
  • Red Dwarf am 14.09.2019 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Was für eine Fehlkonstruktion. Wenn das Fluzeug im Flug Tailheavy wird, dann ist Feierabend.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Naischt neits am 16.09.2019 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Nennt éen 'gudd équilibreiert' an sollt vun den Loadmaster beherrscht ginn. Sënn an Zweck ass jo just en idealen Equiliber. Dofir ginn d'Passageier och iwert den ganzen Fliiger verdéelt wann en hallef eidel ass.

  • kaa am 14.09.2019 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass näischt neits, gouf et emmer. Je no Fracht Volume sin Setzer eidel bliww. Dofir gouf et d‘Fonktioun vum „loadmaster“

  • Red Dwarf am 14.09.2019 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Was für eine Fehlkonstruktion. Wenn das Fluzeug im Flug Tailheavy wird, dann ist Feierabend.

  • Jengi am 13.09.2019 20:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde eine Selektion der Passagiere vorziehen. Die Schlanken nach hinten und die Schweren nach vorne. Danach hätten die Passagiere Gesprächsstoff. (wo hast du gesessen?)

    • Lamesch am 15.09.2019 17:37 Report Diesen Beitrag melden

      und alle die Pipi machen,dürfen nach hinten zur Toilette.Die Pupu machen müssen leider nach vorne gehen.

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