Frankreich

10. September 2018 07:18; Akt: 10.09.2018 07:19 Print

Mann greift wahllos Passanten an

In Paris sind sieben Menschen bei einem Angriff verletzt worden, vier davon schwer. Der mutmaßliche Täter hatte ein Messer und eine Eisenstange bei sich.

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Mehrere Menschen sind am Sonntagabend in Paris von einem mit einer Stichwaffe und einer Eisenstange bewaffneten Mann angegriffen worden, hieß es aus übereinstimmenden Quellen. Ermittlerkreisen zufolge wurde der Verdächtige festgenommen, bei ihm handelt es sich demnach offenbar um einen Afghanen. Bislang deute nichts auf einen terroristischen Hintergrund hin, hieß es weiter.

Die Tat ereignete sich kurz vor 23 Uhr im 19. Arrondissement im Norden von Paris. Den Ermittlerkreisen zufolge griff der Mann «ihm unbekannte Menschen auf der Straße an». Aus Polizeikreisen hieß es, es gebe sieben Verletzte, darunter vier schwer Verletzte. Bei zwei Opfern handle es sich um britische Touristen. Ein Augenzeuge erlitt zudem einen Schock.

Die Tat ereignete sich in der Nähe zweier Kinos. Der Wachmann von einem der Kinos berichtete, der mutmaßliche Täter habe zunächst Menschen angegriffen und sei dann von zwei Männern verfolgt worden, die versucht hätten, ihn zu stoppen. Der Verdächtige habe eine Eisenstange auf seine Verfolger geworfen und dann ein Messer gezückt, sagte der Wachmann einem Journalisten der Nachrichtenagentur AFP.

«Da waren ungefähr 20 Leute, die ihn jagten»

Ein weiterer Augenzeuge, Youssef Najah, sagte, er habe einen Mann mit einem 25 bis 30 Zentimeter langen Messer rennen sehen. «Da waren ungefähr 20 Leute, die ihn jagten», sagte der 28-Jährige. Sie hätten den Mann mit Boules-Kugeln beworfen. Vier oder fünf Kugeln hätten den Mann am Kopf getroffen, ihn aber nicht stoppen können. Der Angreifer sei dann in eine Gasse abgebogen, wo er «versuchte, sich hinter zwei britischen Touristen zu verstecken. Wir riefen: ‹Passt auf, er hat ein Messer›. Aber sie reagierten nicht.» Der Angreifer habe die beiden dann attackiert.

Das Außenministerium in London bestätigte britischen Medienberichten zufolge, dass «zwei Briten unter den anvisierten Personen» waren. Nähere Details wurden demnach aber nicht genannt. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung ein.

(L'essentiel/roy/sda/afp)

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