Indien

20. März 2019 07:00; Akt: 19.03.2019 22:02 Print

Mann schmuggelt menschliche Embryos

Am Flughafen von Mumbai ist ein Mann erwischt worden, der menschliche Embryos im Gepäck hatte. Die wollte er einer Befruchtungsklinik verkaufen.

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Ein Malaysier ist in Indien beim Schmuggeln von menschlichen Embryos erwischt worden. Am Freitag wurden die in einem speziellen Behälter transportierten gefrorenen Embryos am Flughafen von Mumbai in seinem Gepäck entdeckt. Der Mann gab an, in den letzten 18 Monaten bereits rund zehn solcher Schmuggelreisen unternommen zu haben.

Die Embryos soll er für eine Befruchtungsklinik geschmuggelt haben, berichtet die «Times of India». Sie sollten später Frauen eingesetzt werden. Der Eingriff würde so wesentlich günstiger ausfallen.

Schmuggler gaukelte Klinik vor, alles sei in Ordnung

Der Mann gab an, jeweils am Morgen anzukommen und abends das Land mit einem Rückflug wieder zu verlassen. Der Anwalt der Klinik wies vor Gericht jegliche Anschuldigungen zurück. Jedoch würden Textnachrichten auf dem Handy des Schmugglers darauf hindeuten, dass die Embryos an die Klinik geliefert werden sollten, berichtet die Zeitung.

Zudem kooperierte der Schmuggler mit den Behörden: Auf ihre Aufforderung hin gab er gegenüber seinen Auftraggebern an, alles sei in Ordnung. Begleitet von Beamten checkte er in einem 5-Stern-Hotel ein und schickte Bilder aus dem Zimmer, damit die Klinik annehmen konnte, alles laufe nach Plan. Schließlich sollte er die Embryos an einen Ort liefern, wo sie von der Mitgründerin der beschuldigten Klinik entgegengenommen wurden.

Ermittler klären Bestimmungsort ab

Der Import von Embryos nach Indien ist laut der Zeitung verboten. Lediglich zu Forschungszwecken dürfen sie eingeführt werden. Der Fall soll nun Anfang April vor Gericht verhandelt werden. Derzeit wird untersucht, ob die Embryos tatsächlich in der Klinik Frauen eingesetzt werden oder ob sie an andere Kliniken oder Ärzte weiterverkauft werden sollten.

(L'essentiel/vro)

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