Doppeltes Wunder

04. März 2021 07:22; Akt: 04.03.2021 07:37 Print

Mann überlebt erst Absturz und jetzt Bus-​​Crash

Erwin Turimi muss wohl einen guten Schutzengel haben: Zuerst überlebte der Bolivianer einen Flugzeugabsturz mit 71 Toten, jetzt auch ein schweres Busunglück mit 21 Todesopfern.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Schon wieder! Ich kann es nicht glauben», sagt der Bolivianer Erwin Turimi. Der 30-Jährige hatte in der Nacht auf Dienstag einen Schutzengel an seiner Seite. Turimi überlebte als einer der wenigen ein schweres Busunglück nahe der Ortschaft Colomi in Bolivien. Der Bus, in dem er reiste, war 150 Meter in die Tiefe gestürzt. Mindestens 21 Menschen kamen dabei ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Turimi kroch aber ziemlich unverletzt aus dem Bus. Vor fünf Jahren war der Flugzeugtechniker einer von nur sechs Überlebenden eines Flugzeugabsturzes in Kolumbien gewesen, bei dem ein großer Teil der Fußballmannschaft von Chapecoense ums Leben kam.

Wie er bolivianischen Medien erzählt, schlief er gerade, als die Bremsen des Strafes plötzlich versagten. «Ich wurde durch die Schreie der anderen Passagiere wach. Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmt. Wir fuhren in einem Höllentempo, das konnte nicht normal sein», sagt er. Also bereitete er sich schon für den Crash vor. «Ich machte meine Schultern breit und hielt mich ganz steif und fest an meinem Sitz fest». Da verlor der Buschauffeur die Kontrolle über das Fahrzeug.

«Ich habe nur eine Beule am Kopf»

«Der Bus rollte die Schlucht herunter und überschlug sich mehrmals. Ich hielt mich so fest, dass ich nicht aus meinem Sitz flog. Die anderen schrien.» Das Nächste, an das er sich erinnert: Nachdem er aus dem Bus gekrochen war, trugen ihn Feuerwehrmänner auf den Schultern bis zur Hauptstraße. Eine Ambulanz brachte ihn dann ins Krankenhaus.

Turimi hat leichte Verletzungen erlitten. «Ich habe nur eine Beule am Kopf», sagt er zu «Noticias Bolivia». Er sei regelmäßig auf der Strecke zwischen Santa Cruz in der Tiefebene Boliviens und Cochabamba im zentralen Hochland unterwegs und war auf dem Weg zur Arbeit.

Am 28. November 2016 war Erwin Turimi Teil der Crew eines Flugzeugs der Gesellschaft Lamia, in dem die Mannschaft des Fußballclubs Chapecoense an Bord saß. Das Team war auf dem Weg nach Medellín zum Finalhinspiel um die Copa Sudamericana, dem Südamerika-Pokal, als der Flieger in Kolumbien abstürzte. 71 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, darunter fast alle Spieler sowie Betreuer, Trainer und mitreisende Journalisten.

(L'essentiel/Karin Leuthold)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.