Wegen Streik der Müllabfuhr

05. Oktober 2021 16:29; Akt: 05.10.2021 17:24 Print

Marseille nach Sturm mit Abfall bedeckt

Nach heftigen Niederschlägen kam es in Frankreich zu Beginn dieser Woche in mehreren Städten zu Überflutungen. In Marseille wurden dadurch Unmengen Abfall an den Strand gespült.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Seit mehreren Tagen wurden große Teile Frankreichs von heftigen Niederschlägen heimgesucht. In Marseille wurden die Schulen geschlossen, Bürgermeister Benoît Payan rief die Bevölkerung am Montag dazu auf, das Haus wenn möglich nicht zu verlassen. Nun, da die Regenfälle zumindest teilweise nachgelassen haben, wird erstmals das Ausmaß der Schäden und Verschmutzungen klar. In der Millionenmetropole Marseille sind Strände und Straßen gesäumt von Abfall, wie Videos auf Twitter zeigen.

Ein Grund für die schiere Menge an Getränkedosen, Kunststoffverpackungen und Plastiksäcken dürfte der Streik sein, in dem sich das Reinigungspersonal der Stadt Marseille seit mehreren Wochen befindet. Der Streik wurde am 23. September ausgerufen, nachdem die Stadt Marseille verkündet hatte, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Müllabfuhr künftig bei gleichbleibendem Lohn pro Tag zwei Stunden länger arbeiten müssen.

Zwar wurde der neue jährliche Stundenansatz mittlerweile von 1607 Stunden auf 1530 reduziert, die Angestellten der städtischen Müllabfuhr setzten ihren Streik dennoch fort. So waren vor wenigen Tagen mitten in der Stadt noch große Müllberge zu sehen, die nun von den Wassermassen in der nahen Umgebung verteilt wurden, wie die französische Zeitung BFM berichtet.

Bildstrecke: Marseille nach Sturm mit Abfallteppich bedeckt

Das Unwetter hat auch Autos und Strafe davongeschwemmt, außerdem wurde ein Großteil der Abflüsse durch Abfälle verstopft, was die Beseitigung der Wassermengen zusätzlich erschwerte. Mittlerweile wurden alle Sturmwarnungen aufgehoben. In Marseille blieben allerdings auch am Dienstag zwölf Schulen und mehrere benachbarte Kommunen geschlossen, um zuerst die Sicherheit der Gebäude zu gewährleisten.

(L'essentiel/Benedikt Hollenstein)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.