Kinderporno-Razzia

22. Dezember 2019 12:04; Akt: 22.12.2019 12:04 Print

«Marvin wirkt wie ein gebrochener Mann»

Nach zweieinhalb Jahren entdeckt die Polizei Marvin (15) bei einer Wohnungsrazzia. Nun spricht die Mutter über das emotionale Wiedersehen.

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Kaum jemand hatte geglaubt, dass Marvin (15) noch lebt. Am 11. Juni 2017 verschwindet er spurlos. Mehr als 900 Tage und Nächte hat seine Mutter Manuela B. (53) aus Duisburg (D) gebangt. Am Freitag kann sie ihren Sohn endlich wieder in die Arme schließen. Polizisten finden den Teenager in Recklinghausen (D) im Schrank von Lars «Mike» H. Der Mann, der mit seinem Vater zusammen wohnt, soll Kinderpornos verbreitet haben.

Beim Wiedersehen habe ihr Sohn sich an sie geklammert, sagt die Mutter zur «Bild am Sonntag» (Artikel ist kostenpflichtig).

«Es war der Hammer!»

Ihr hätten in diesem Moment die Worte gefehlt: «Ich habe immer gesagt, Marvin ist entweder tot oder irgendwo, wo er sich nicht melden kann. Ich habe mir das zweieinhalb Jahre vorgestellt, wie es ist, ihn wiederzusehen. Es war nicht so, wie ich dachte. Es war Hammer!»

Sie ist sicher: «Der Typ, bei dem er gefunden wurde, muss Marvin immer manipuliert haben. Ich könnte durchdrehen bei dem Gedanken, was man ihm angetan hat. Er sagte, er kam da nicht raus. Und trotzdem ist er mit denen irgendeine Bindung eingegangen.»

Teenager befindet sich nun in einer Klinik

Der Gedanke daran, was Marvin in den zweieinhalb Jahren erlebt habe, sei sehr schmerzhaft für sie. Marvin müsse das alles erst mal verarbeiten. Auf den ersten Blick hätte sie ihren Sohn kaum erkannt: «Sein Kopf war so dick, ich habe mich richtig erschrocken. Marvin wirkt wie ein gebrochener alter Mann auf mich.»

Der Teenager befindet sich nun laut «Bild am Sonntag» in einer Klinik. Gegen den 44-jährigen Lars «Mike»H. wurde ein Haftbefehl erlassen. Marvins Verschwinden war sogar Thema in der Sendung «Aktenzeichen XY ungelöst».

(L'essentiel/leg)

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