Australien

26. März 2020 20:46; Akt: 26.03.2020 20:46 Print

Massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef

Teile des Great Barrier Reef sind wegen wärmerer Temperaturen erneut von einer massiven Korallenbleiche heimgesucht worden – der dritten binnen fünf Jahren.

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Luftüberwachungen hätten gezeigt, dass einige südliche und bisher ganz oder weitgehend verschont gebliebene Gebiete des weltgrößten Riffs, des Great Barrier Reef an der Nordküste von Australien, eine lautigte oder sogar schwere Bleiche aufweisen, teilte die zuständige Behörde Great Barrier Reef Marine Park Authority (GBRMPA) am Donnerstag mit.

Als Bleiche wird ein Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen bezeichnet. Bei zu hohen Wassertemperaturen stoßen die Nesseltiere die für die Färbung sorgenden Algen ab, mit denen sie sonst in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen leben. Ohne die sogenannten Zooxanthellen können sie auf Dauer nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht binnen einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln.

Nicht alle gebleichten Korallen sterben

Das Great Barrier Reef dehnt sich auf einer Fläche von mehr als 344.000 Quadratkilometern aus und übertrifft damit die Größe Italiens. Bereits 2016 und 2017 war geschätzt ein Drittel bis die Hälfte der Korallen abgestorben, nachdem sich die Meerestemperaturen erhöht hatten. Doch nicht alle gebleichten Korallen sterben: Leicht oder mittelschwer gebleichte Korallen können sich wieder erholen.

Die jetzt festgestellte Korallenbleiche ist den Angaben der Behörde zufolge auf wärmere Wassertemperaturen besonders im australischen Sommermonat Februar zurückzuführen. Derzeit beobachten Experten aus der Luft etwa 1000 Riffe, um das gesamte Ausmaß der Korallenbleiche einzuschätzen, wie es weiter hieß. Die von Touristen meistbesuchten Riffs im Norden oder in der Mitte des Great Barrier Reef weisen lediglich eine moderate Bleiche auf, wie es hieß.

Klimawandel fördert Aussterben

Der Klimawandel stellt der Behörde zufolge nach wie vor die größte einzelne Gefahr für das Riff dar. Die Vereinten Nationen haben in der Vergangenheit gewarnt, dass 90 Prozent aller Korallen auf der Welt absterben würden, wenn die globalen Temperaturen um 1,5 Grad Celsius stiegen.

(L'essentiel/gab/sda)

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