Vor Wahlkampf-Rede

20. Mai 2019 17:20; Akt: 20.05.2019 17:28 Print

Milchshake-​​Attacke auf Brexit-​​Parteichef Farage

Kurz vor seiner Wahlkampf-Rede in Newcaste (Nordost-England) wurde Nigel Farage am Nachmittag von einem Gegner mit einem Milkshake überschüttet.

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Der Chef der britischen Brexit-Partei, Nigel Farage, ist am Montag bei einem Wahlkampfauftritt im englischen Newcastle mit einem Milchshake beworfen worden. In einem Video auf der Webseite der Zeitung Guardian ist zu sehen, wie der 55 Jahre alte Politiker von Fotografen und Sicherheitsleuten umringt eine Straße überqueren will, als ihm ein Mann das Getränk entgegenschleudert.

Zu der Tat bekannte sich in den sozialen Medien ein 32-jähriger Mann namens Paul Crowther aus einem Vorort von Newcastle. Er begründete seinen Angriff mit Farages «Rassismus» und verwendete laut BBC einen Milkshake mit dem Geschmack von Banane und Salz-Caramel.

Im Kurznachrichtendienst Twitter machte Farage proeuropäische Politiker für den Vorfall verantwortlich. «Damit eine zivilisierte Demokratie funktioniert, braucht man die Zustimmung der Verlierer. Politiker, die das Ergebnis des Referendums nicht akzeptieren, haben uns hierher geführt.» Ein normaler Wahlkampf ist aus seiner Sicht wegen radikalisierter EU-Befürworter inzwischen kaum noch möglich.

Fristverlängerung bis zum 31. Oktober

Farage führt mit seiner neugegründeten Brexit-Partei die Umfragen für die Europawahl am 23. Mai in Großbritannien an. Farage hatte wohl maßgeblichen Anteil daran, dass es überhaupt zu einer Volksabstimmung über den EU-Austritt kam. Bei der Europawahl vor fünf Jahren wurde die Ukip-Partei (United Kingdom Independence Party) unter seiner Führung stärkste britische Kraft und setzte die regierenden Konservativen damit zusätzlich unter Druck. Die Briten entschieden sich beim Referendum 2016 mit knapper Mehrheit für den Austritt. Farage trat später aus der Ukip-Partei aus.

Eigentlich hätte Großbritannien die Staatengemeinschaft bereits am 29. März verlassen sollen. Weil das Parlament das Austrittsabkommen von Premierministerin Theresa May aber drei Mal abgelehnt hat, wurde Frist für den EU-Austritt inzwischen bis 31. Oktober verlängert.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 20.05.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Auf's Gesicht hätte er treffen müssen, nicht auf die Kleidung . . .

Die neusten Leser-Kommentare

  • Niemand am 20.05.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Auf's Gesicht hätte er treffen müssen, nicht auf die Kleidung . . .