Katastrophe in Italien

14. August 2018 12:31; Akt: 15.08.2018 16:57 Print

Mindestens 40 Tote bei Brückeneinsturz

In Italien ist eine Autobahn-Brücke zusammengebrochen. Bisher haben die Rettungskräfte 40 Opfer aus den Trümmern geborgen, darunter auch mindestens ein Kind.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Die Zahl der Opfer in Genua ist nach dem Einsturz einer vierspurigen Autobahnbrücke am Dienstag weiter gestiegen. Es seien mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Feuerwehr. Zuvor hatte Innenminister Matteo Salvini von 30 bestätigten Toten und Verletzten in ernster Verfassung gesprochen. Die Rettungsarbeiten an der Unglücksstelle im Westen der Hafenstadt gingen unvermindert weiter. Mehr als 200 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Dutzende Autos seien zerquetscht worden. Die Brücke brach in mehr als 40 Metern Höhe auf einem Stück von um die 100 Meter auseinander. Der Einsturz habe sich während eines gewaltigen Unwetters ereignet, teilte die Polizei auf Twitter mit. «Massenhaft» Einsatzkräfte seien vor Ort, erklärte die Feuerwehr auf Twitter. Alle insgesamt 118 Krankenwagen wurden aufgeboten. Auch Spürhunde kommen zum Einsatz. Sie sollen helfen, unter den Trümmern nach Menschen zu suchen. Der Vizeminister bestätigt: Beim Brückeneinsturz sind mindestens 40 Personen ums Leben gekommen. Unter den bisher aus den Trümmern geborgenen Toten befindet sich laut Angaben der Rettungskräfte auch ein Kind. Leider werde diese Zahl noch steigen, sagte Staatssekretär Edoardo Rixi am Dienstag dem Fernsehsender SkyTG24.

Der Feuerwehr zufolge ereignete sich der Einsturz des Ponte Morandi, der auch als Polcevera-Viadukt bezeichnet wird, am Dienstag gegen 12 Uhr. Die Feuerwehr veröffentlichte ein dramatisches Bild: Ein Lastwagen steht auf der Brücke, die direkt vor ihm eingestürzt ist.

Die Tageszeitung La Repubblica schrieb online, dass mehrere Autos in die Tiefe gestürzt sein könnten. Die Agentur Agi berichtete, die Feuerwehr berge «zahlreiche Personen» aus Trümmern. Die Brücke führt unter anderem über Gleisanlagen und ein Gewerbegebiet. Die Autobahn 10 wurde gesperrt.

Danilo Toninelli, der italienische Minister für Infrastruktur und Verkehr, spricht von einer «großen Tragödie». Er verfolge die Situation genau und danke den unzähligen Rettungskräften.

Die Morandi-Brücke, auch bekannt als Polcevera-Viadukt, verbindet die Bezirke Sampierdarena und Cornigliano in Genua. Sie wurde in den 60er-Jahren gebaut und befindet sich 45 Meter über der Erde. Die tragenden Betonpfeiler sind 90 Meter hoch. Es handelt sich bei der Brücke um eine so genannte Schrägseilbrücke.

(L'essentiel/fur/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.