Spass gegen Hetze

20. Juli 2016 14:44; Akt: 21.07.2016 07:46 Print

Mit «Pokémon Go» gegen Pegida

Nun hat die App auch einen politischen Nutzen: Pokémon-Trainer rufen zur gemeinsamen Jagd in der Münchner Innenstadt auf und stören so die «besorgten Bürger».

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Aktivisten riefen am Montagabend dazu auf, gegen Pegida zu demonstrieren und gleichzeitig ein paar Pokémon zu fangen. (Bild: Facebook)

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Am Montag hatte die Bürgerbewegung Pegida nach mehreren Wochen Pause wieder zu einem Spaziergang durch München aufgerufen. Also lud die Aktivisten-Gruppe «Love, Beats & HappyBass» zur Pokémon-Jagd am gleichen Ort ein. Zwei Fliegen auf einen Streich: Während man die «besorgten Bürger» stört, kann man vielleicht noch schnell im Vorbeigehen ein Pikachu fangen.

«Wir wollten der Hetze etwas Spiel und Spass entgegensetzen», erklärt ein Pokemon-Trainer dem Bayrischen Rundfunk. Ein anderer sagt, er wäre ursprünglich nur wegen «Pokémon Go» gekommen – die Parolen von Pegida hätten ihn aber so schockiert, dass er das nächste Mal auch ohne die App bei der Gegendemo mitmachen wolle.

«Friedlich und bunt – wie München»

Die Aktion hat für genug Trouble gesorgt, dass die Polizei einschreiten und Pokémon-Trainer von den Demonstranten trennen musste. Pegida München postete im Anschluss ein Bild von eingekesselten Aktivisten.

«Nicht einfach nur den virtuellen Dingen hinterherlaufen, bei uns gibt es wirkliche Ziele», heisst es weiter auf der Facebook-Seite. Sprich: Die Provokation hat funktioniert.

«Alles ist spannender, als den Reden von Pegida zuzuhören», entgegnen die Aktivisten im Interview mit «ze.tt». «Wir haben Pokémon gejagt, Seifenblasen versprüht und geratscht – friedlich und bunt, so wie München halt ist.»

(nei/Tillate/L'essentiel)

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