Auto entführt

06. Februar 2017 19:35; Akt: 06.02.2017 20:43 Print

«Nach dem Crash lachte er in den Airbag hinein»

Ein Schweizer hat im österreichischen Skiort Sölden ein Auto gestohlen, in dem zwei Menschen saßen. Dann raste er durch den Ort – und gegen eine Mauer.

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Der Schweizer steuerte das Auto absichtlich in ein Tunnelportal. (Bild: zeitungsfoto.at)

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Die Polizei in Österreich erhebt gegen einen 23-jährigen Schweizer schwere Vorwürfe. Sie ermittelt gegen ihn wegen versuchten Mordes. Der junge Mann hatte sich in der Nacht auf Samstag in Sölden in ein Auto gesetzt, in dem zwei Einheimische saßen, berichten österreichische Medien. Die 26-Jährige und der 35-Jährige hatten dort auf einen Bekannten gewartet.

Der Schweizer wies die beiden Insassen an, das Auto zu verlassen, sonst werde er sie umbringen, heißt es in den Berichten. Zeit zum Aussteigen ließ er den beiden aber nicht. Stattdessen gab er Gas und raste zwei Kilometer weit durch den Ort. Laut der «Tiroler Tageszeitung» mussten Fußgänger zur Seite springen, damit sie nicht erfasst wurden. Mehrmals sei er gegen Leitplanken gefahren, bevor er das Auto laut Angaben der Insassen absichtlich in ein Tunnelportal krachen ließ.

Schweizer wollte Skiferien machen

«Ich konnte unterwegs noch die Polizei mit meinem Handy informieren», sagt einer der unfreiwilligen Passagiere. Nachdem der Fahrer den Ford Focus gegen ein Tunnelportal krachen ließ, sei er «kurz weg» gewesen. «Meine Freundin musste mich aus dem Auto ziehen.» Dem Schweizer sei hingegen nichts geschehen: «Er lachte nur in den Airbag hinein.»

Alle drei Personen wurden verletzt; der Ford Focus wurde schwer beschädigt. Wie schwer die Verletzungen der betroffenen Personen sind, kann der Imster Bezirkspolizeikommandant Hubert Juen auf Anfrage noch nicht sagen. «Zurzeit können wir nichts konkretisieren. Ich kann lediglich sagen, dass es sich dabei um keine schweren Verletzungen handelt.»

Laut Juen stammt der Schweizer aus dem Kanton Aargau und reiste am Freitag in Sölden, Bezirk Imst, an, um dort Skiferien zu machen. «Er war mit einem Freund hier. Zum Zeitpunkt des Vorfalls war dieser aber nicht bei ihm.» Der Schweizer wurde nach dem Unfall verhaftet. Er könne sich an nichts erinnern, sagte er aus. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,8 Promille. Auf die Ergebnisse eines Drogentests wird derzeit noch gewartet. Juen: «Das Resultat müsste in rund einer Woche vorliegen.»

(L'essentiel/heute.at/vro/qll)

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