Küste in Brasilien

10. Oktober 2019 21:50; Akt: 10.10.2019 21:50 Print

Niemand weiß, woher die rätselhafte Ölpest stammt

Im Norden Brasiliens sind 2000 Kilometer Strand von einer mysteriösen Ölpest betroffen. Sämtliche Öl-Unternehmen aus der Region weisen die Verantwortung von sich.

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Nach den verheerenden Waldbränden im Amazonasgebiet droht Brasilien nun die nächste Umweltkatastrophe. An mindestens 138 Stränden der nordbrasilianischen Küste breitet sich eine schwere Ölpest aus. Eine Strecke von 2000 Kilometern ist betroffen, geschätzte 100 Tonnen Öl wurden seit Anfang September angespült.

Die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro hat eine Untersuchung eingeleitet, denn bis jetzt weiß man nicht, woher das Öl kommt und wer hinter der Katastrophe steckt. Das brasilianische Staatsunternehmen Petrobras erklärte sich bereits für nicht verantwortlich: Die entnommenen Ölproben stammten weder aus eigener Produktion noch aus den von ihm vertriebenen Produkten.

Brasilien verdächtigt Venezuela

Zur Ursache der Ölpest äußerte sich Bolsonaro nur vage. Seine Regierung habe ein anderes Land als Verursacher «auf dem Schirm», sagte Bolsonaro, ohne einen Namen zu nennen. «Es kann etwas Kriminelles sein, es kann ein Leck sein, das auf ein Unglück zurückgeht, es kann auch ein gesunkenes Schiff sein», meinte Bolsonaro. «Das ist ein komplexes Thema.»

Es war allerdings sein Umweltminister Ricardo Salles, der am Mittwoch einen klaren Verdacht aussprach: Untersuchungen hätten ergeben, dass die Ölklumpen aus Venezuela stammten.

Venezuela bestreitet die Vorwürfe

Der venezolanische Ölkonzern PDVSA bestritt am Donnerstag die Vorwürfe des brasilianischen Umweltministers. Das Unternehmen hält die Äußerungen aus Brasilien für «unbegründet», da auf venezolanischen Ölfeldern keinerlei Anzeichen für eine Ölverschmutzung vorlägen.

Die Ölpest trat vor allem im Nordosten Brasiliens auf. Rund zehn Meeresschildkröten und zahlreiche Vögel wurden verendet aufgefunden. Viele andere seien mit schwarzem, klebrigem Öl verschmiert aufgetaucht. Umweltminister Salles zufolge wurden bei den Aufräumarbeiten hundert Tonnen verseuchte Materialien eingesammelt. Doch es ist Sisyphusarbeit, denn kaum ist ein Strand sauber, schwemmt das Meer neue Klumpen an.

(L'essentiel/kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • typisch Mensch am 13.10.2019 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    niemand weiss etwas davon u keiner will es gewesen sein ... u doch weiss jeder, dass niemand anders als der rücksichtslosverseuchende Mensch schuldig ist der Verseuchung des ganzen Erdballs, der Meere, der Flüsse, der Luft, des Wassers, der fruchtbaren Erde, der Wälder, der Pflanzen, der Tiere, der Insekten, ... des Menschen, der die Schuld immer auf andere schiebt u nicht bei sich selbst sucht, damit er quietschfidel auch weiterhin kraftvoll verseuchen u vergiften kann!... der Dreck ist immer für die andern, die ihn gratis wegmachen dürfen, wegen dem Geldprofit der risikobefreiten Verseucher!

  • chantal am 10.10.2019 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das keen deen dat wësse wëll!!????????

  • jimbo am 10.10.2019 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beemols ass Lithium Gewannung vir Batterie net esou schlemm...

Die neusten Leser-Kommentare

  • typisch Mensch am 13.10.2019 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    niemand weiss etwas davon u keiner will es gewesen sein ... u doch weiss jeder, dass niemand anders als der rücksichtslosverseuchende Mensch schuldig ist der Verseuchung des ganzen Erdballs, der Meere, der Flüsse, der Luft, des Wassers, der fruchtbaren Erde, der Wälder, der Pflanzen, der Tiere, der Insekten, ... des Menschen, der die Schuld immer auf andere schiebt u nicht bei sich selbst sucht, damit er quietschfidel auch weiterhin kraftvoll verseuchen u vergiften kann!... der Dreck ist immer für die andern, die ihn gratis wegmachen dürfen, wegen dem Geldprofit der risikobefreiten Verseucher!

  • jimbo am 10.10.2019 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beemols ass Lithium Gewannung vir Batterie net esou schlemm...

  • chantal am 10.10.2019 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das keen deen dat wësse wëll!!????????