Brückeneinsturz in Genua

17. August 2018 10:13; Akt: 17.08.2018 10:18 Print

«Noch bis zu 20 Menschen unter den Trümmern»

In Italien ist eine Autobahn-Brücke zusammengebrochen. Laut den Behörden sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Für Samstag wurde eine Staatstrauer angeordnet.

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Die dritte Nacht in Folge haben Rettungskräfte nach möglichen weiteren Opfern in den Trümmern der eingestürzten Autobahnbrücke in Genua gesucht. Doch die Aussichten, Überlebende zu finden, gelten mittlerweile als gering. Nach Angaben von Genuas Staatsanwaltschaft könnten noch zehn bis 20 Menschen unter den Trümmern sein.

Die Rettungskräfte wurden bei ihrer gefährlichen Suche in den instabilen Trümmern von Baggern und Kränen unterstützt. Spezialisten arbeiteten daran, die Trümmer in grosse Betonblöcke zu zerschneiden. «Wir werden dann Hunde und Rettungskräfte hineinschicken um zu sehen, ob wir irgendwelche Lebenszeichen finden können», sagte Gissi.

Wiederaufbau angeordnet

Die italienische Regierung hat nach der Katastropheeine Überprüfung des Autobahnbetreibers Autostrade per l'Italia gestartet. Das Unternehmen habe 15 Tage Zeit, um nachzuweisen, dass es alle vertraglichen Verpflichtungen bezüglich der ordnungsgemäßen Funktion der Brücke und der Vermeidung von Unfällen erfüllt habe, erklärte das Verkehrsministerium am Donnerstag. Sollten die Auskünfte als unzureichend eingestuft werden, wäre dies ein Bruch der Konzessionsbedingungen.

Die Muttergesellschaft Atlantia wurde aufgefordert, sofort den Wiederaufbau der Brücke auf eigene Kosten anzugehen. Auch für den Wiederaufbau der unter der Brücke zerstörten Gebäude müsse Atlantia aufkommen. Atlantia wird von der Familie Benetton kontrolliert. Das Unternehmen besitzt 88 Prozent am grössten Betreiber mautpflichtiger Strassen in Italien.

(L'essentiel)

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